28.03.2020 08:46

Lockdown

Auf diese Produkte ist der Run am grössten

Nicht nur Desinfektionsmittel und Toilettenpapier werden gehamstert: Auch Schoggi, Guetsli und Bier sind hoch im Kurs.

von
rkn
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«Ich spare Geld, weil ich mit der Mitbewohnerin grössere Mengen an Nahrungsmitteln einkaufe», sagt Leserin Meret. In den zwei Wochen vor dem Lockdown gab sie für Essen auswärts rund 125 Franken aus – gleich viel, wie sie jetzt insgesamt für Essen ausgibt.

«Ich spare Geld, weil ich mit der Mitbewohnerin grössere Mengen an Nahrungsmitteln einkaufe», sagt Leserin Meret. In den zwei Wochen vor dem Lockdown gab sie für Essen auswärts rund 125 Franken aus – gleich viel, wie sie jetzt insgesamt für Essen ausgibt.

Pixabay
Auch beim Treibstoff zahlt sie derzeit weniger: Bisher fuhr sie regelmässig mit dem Auto zur Arbeit und gab innert zwei Wochen rund 90 Franken aus. Für sporadische Fahrten während des Lockdowns reichen 10 Franken.

Auch beim Treibstoff zahlt sie derzeit weniger: Bisher fuhr sie regelmässig mit dem Auto zur Arbeit und gab innert zwei Wochen rund 90 Franken aus. Für sporadische Fahrten während des Lockdowns reichen 10 Franken.

Christophe Gateau
Weniger Glück hat sie bei der Parkgarage in Zürich: Die braucht sie während des Lockdowns nicht, sie zahlt aber trotzdem 110 Franken während zwei Wochen.

Weniger Glück hat sie bei der Parkgarage in Zürich: Die braucht sie während des Lockdowns nicht, sie zahlt aber trotzdem 110 Franken während zwei Wochen.

Keystone/Gaetan Bally

Bestimmte Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs werden derzeit in Massen gekauft – Detailhändler versuchen, Konsumenten von Hamsterkäufen abzuhalten. Eine Auswertung der Schweizer Einkaufslisten-App Bring! zeigt, welche Produkte seit dem 16. Februar besonders an Beliebtheit gewonnen haben.

Den grössten Zuwachs verzeichnen dabei Desinfektionsmittel: Vergangene Woche wurde fast 2500 Prozent mehr davon auf den Einkaufszettel gesetzt als noch vor fünf Wochen. Auch Seife verzeichnet einen Anstieg von 285 Prozent. Beim WC-Papier sind es 111 Prozent.

Sparst du dank des Lockdowns Geld oder gibst du es online aus? Und hamsterst auch du manchmal ein bisschen? Zeig uns dein Budget vor und seit Beginn des Lockdowns.

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Mehl, Schoggi und Bier

Bei den Lebensmitteln steht vor allem Mehl hoch im Kurs – es wurde 236 Prozent öfter gekauft. Beim Reis sind es 150 Prozent.

Dazu kommen Süssigkeiten: 136 Prozent mehr Schokolade und 121 Prozent mehr Guetsli landeten in den Einkaufswagen. Und auch der Alkoholkonsum stieg – beim Bier um 95, beim Wein um 36 Prozent.

Einen besonders grossen Zuwachs gabs zudem bei der Blumenerde: Es wurde 558 Prozent mehr Erde gekauft als vor fünf Wochen. «Die Zeit zu Hause ist für viele offenbar Anlass für mehr Gartenarbeit», heisst es in einem Blogpost von Bring!

Bring! hat für die Erhebung die Zahl der per App auf der Shopping-Liste abgehakten Artikel ausgewertet. Die Daten basieren auf rund 240'000 monatlichen aktiven Nutzern.

Um leere Regale und enge Verhältnisse zu vermeiden, empfiehlt Bring!, am Samstag einkaufen zu gehen. Obwohl das normalerweise der beschäftigste Shopping-Tag ist, sei er in der vergangenen Woche einer der ruhigsten gewesen.

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