«SteamSpy»: Auf diese Steam-Games fährt die Welt ab
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«SteamSpy»Auf diese Steam-Games fährt die Welt ab

Ein Russe hat eine Statistik-Website für Gamefans entwickelt: Es zeigt, welche Spiele auf Steam am beliebtesten sind und verrät auch sonst einiges über die Downloadplattform.

von
jag
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Unschlagbar: Seit seinem Erscheinen im Jahr 2013 führt «DOTA 2» die Rangliste an. Über 47 Millionen Gamer besitzen das Free-to-Play-Multiplayergame.

Unschlagbar: Seit seinem Erscheinen im Jahr 2013 führt «DOTA 2» die Rangliste an. Über 47 Millionen Gamer besitzen das Free-to-Play-Multiplayergame.

Auf dem zweiten Platz folgt der Online-Multiplayershooter «Team Fortress 2» mit 26,7 Millionen Besitzern.

Auf dem zweiten Platz folgt der Online-Multiplayershooter «Team Fortress 2» mit 26,7 Millionen Besitzern.

Es muss nicht immer knallen: Das Indie-Rollenspiel «Talisman: Digital Edition» ist im Besitz von 23,7 Millionen Steam-Nutzern.

Es muss nicht immer knallen: Das Indie-Rollenspiel «Talisman: Digital Edition» ist im Besitz von 23,7 Millionen Steam-Nutzern.

Gamer, die sich regelmässig auf Steam, der derzeit wichtigsten Download-Plattform für PC-Games, tummeln und zwischendurch die Statistiken konsultieren, wissen: Das kostenlose Multiplayer-Online-Game «DOTA 2» gehört seit dessen Veröffentlichung zu den erfolgreichsten PC-Spielen, die über die Steam-Plattform je gespielt wurden. Auf dem zweiten Platz – ebenfalls seit Jahren – der legendäre und kontroverse Multiplayer-Egoshooter «Counter Strike: Global Offensive».

Der Russe Sergey Galyonkin wollte es indessen ausführlicher wissen: In nur wenigen Stunden programmierte er laut eigenen Angaben gegenüber Gamesindustry.biz das Statistiktool «SteamSpy», das seit Ostern für Furore sorgt: Mit der Website lassen sich exakte Daten zu allen auf Steam veröffentlichten Games herausfinden – und dies zurück bis ins Jahr 2008. Für Aufruhr sorgt das Tool deshalb, weil unkundige Besucher der Website schnell eine Milchbubenrechnung machten, die Nutzerzahlen der Games mit den Verkaufspreisen der Spiele hochrechneten und so auf astronomische, aber irrtümliche Summen über die Erträge der Publisher kamen. Viele meinten damit feststellen zu können, wie viel Valve mit der Steamplattform tatsächlich verdient. Doch dies nur nebenbei.

Wer spielt was, wo und wie viel?

Denn trotz allen falschen monetären Spekulationen verrät «SteamSpy» eine Menge über den sonst undurchschaubaren Markt der PC-Download-Games: So verrät die Website zum Beispiel, wie viele Gamer ein bestimmtes Spiel besitzen. Die Spiele können danach aufgeschlüsselt werden, in welchen Regionen der Welt sie besonders beliebt sind und wie viele Stunden sie gespielt werden. Zum Beispiel wird deutlich, dass das am meisten besessene Spiel, «DOTA 2», am beliebtesten in Russland ist.

Anhand der Statistiken lässt sich aber auch ablesen, welches die starken Jahrgänge auf der Steamplattform seit 2008 sind: Damals fand der Zombieshooter «Left4Dead» mit fast 3,5 Millionen Besitzern den grössten Zuspruch. Am längsten gespielt wurde jedoch mit durchschnittlich über 206 Stunden «Bejeweled Twist». Den absoluten Rekord erreichte im Jahr 2013 aber «DOTA 2» mit über 47 Millionen Besitzern des Games. Mit 183 Stunden durchschnittlicher Spielzeit landete das Gratisgame auf Platz zwei. Auf dem zweiten Platz der Gesamtrangliste der Besitzer landet das Multiplayer-Shootergame «Team Fortress 2».

Gratis und nützlich

Besitzer eines Games müssen dieses aber nicht unbedingt auch über die Steam-Plattform erworben haben. Deshalb und auch weil ein Grossteil der Spiele während Sonderaktionen zu reduzierten Preisen gekauft werden, lassen sich keine gültigen Rückschlüsse über den Verdienst eines Gamepublishers ziehen.

Galyonkin betont gegenüber Gamesindustry.biz ausserdem, dass der Datenschutz vollständig gewährleistet wird – auch wenn er einzelne Nutzerdaten abgreift. Er benutze die von Steam öffentlich zur Verfügung gestellten Daten. Der Russe räumt zudem offen mögliche Fehler ein: Je mehr Daten er von einem Spiel hat, umso genauer kann seine Software die Statistik berechnen. Was «SteamSpy» aber ebenfalls interessant für Entwickler, Journalisten und Gamefans macht: Die Nutzung der Website ist gratis.

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