Aktualisiert 23.07.2018 11:12

2:1-Startsieg gegen ThunAuf diesen FCZ darf man gespannt sein

Der FC Zürich hat ambitionierte Ziele ausgegeben, will die dritte Kraft im Land werden. Der Auftakt ist schon einmal geglückt.

von
E. Tedesco

Das sagen FCZ- und Thun-Spieler zum Startspiel am Sonntag im Letzigrund. (Video: 20 Minuten)

Der FCZ will sich nach vorn orientieren und sich hinter dem letztjährigen Spitzenduo YB und FCB, das auch in dieser Saison vorn zu vermuten ist, festsetzen. Vielleicht sogar angreifen. Die Ziele hat man vor der Saison ambitioniert formuliert: Die Stadtzürcher wollen in die Top 3 der Liga, den Cup-Titel verteidigen und in der Europa League überwintern.

Dafür haben Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Thomas Bickel Trainer Ludovic Magnin fast alle Personalwünsche erfüllt. Und der sagt dementsprechend selbstbewusst, dass er den Abstand zu den Bernern und Baslern möglichst rasch verkleinern wolle. «Ich traue das meiner Mannschaft zu», so Magnin, «sie hat die Qualität, die Grossen wieder härter zu bedrängen.»

Der FCZ strapazierte sein Glück

Im ersten Saisonspiel musste der FCZ diese Qualität noch nicht ausspielen. Der Gegner war am Sonntag der FC Thun (2:1), und dem FCZ reichten erste gute Ansätze, mehr Ballbesitz und Effizienz, um den ersten Dreier einzufahren, auch wenn der Gastgeber die Endphase des Spiels noch selber spannend machte.

Der FCZ strapazierte sein Glück gegen kämpferische Berner Oberländer. «Zweimal mussten wir auf der Linie retten. Einmal übernahm das für uns die Latte», zählt der FCZ-Trainer die heiklen Situationen auf. Von seinen sechs Neuen hat Magnin im ersten Spiel nur zwei eingesetzt: Hekuran Kryeziu (von Luzern) und Salim Khelifi (von Braunschweig). Andreas Maxsö (von Osmanlispor) und Hakim Guenouche (von Nancy) sassen 90 Minuten auf der Bank. Becir Omeragic (von Servette) war auf dem Matchblatt unter verletzt/rekonvaleszent aufgeführt, und Benjamin Kololli (von Lausanne), der absolute Wunschtransfer von Canepa, war noch nicht spielberechtigt.

«Keine Opfermentalität aufkommen lassen»

Thun-Captain Dennis Hediger spricht nach dem 1:2 gegen den FCZ deutliche Worte. (Video: 20 Minuten)

Thun-Captain Dennis Hediger redet nach dem 1:2 in Zürich Klartext. (Video: 20 Minuten)

Der Sieg bringt Sicherheit fürs Derby

Khelifi zeigte in Ansätzen seine Zweikampfstärke und dass er Akzente in der Offensive setzen kann. Aber der Auftritt gegen Thun hat auch offengelegt, dass der Schweizer mit tunesischen Wurzeln noch Luft nach oben hat. Der 24-Jährige, der am rechten Flügel zum Einsatz kam, war mit seiner Leistung im ersten Pflichtspiel mit dem FCZ dennoch zufrieden. «Es ging ganz gut, aber ich habe nur drei Wochen Vorbereitung mitgemacht und bin noch nicht bei hundert Prozent», sagt Khelifi. Er hofft nun auf viele Spielminuten, um bald Bestform zu erlangen.

Hekuran Kryeziu erhält keine Zeit. Der ehemalige Luzerner soll dem FCZ im zentralen Mittelfeld sofort helfen. Aus der Zentralschweiz in Zürich anzukommen, braucht wohl auch nicht viel Anpassung. Aber aus nur einem Spiel Schlüsse zu ziehen, wäre voreilig. «Der Sieg bringt uns aber Sicherheit vor den wichtigen Spielen gegen GC und YB», sagt Magnin. Man darf auf die FCZ-Ausgabe 2018/19 gespannt sein.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.