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Hörhausen TGAuf diesen Fund hat er über sechs Jahre gewartet

Der Thurgauer Landwirt Jürg Truninger hat 2014 mit dem Anbau von Trüffeln begonnen. Nun konnte er den ersten ernten. Kürzlich hat er zudem eine neue Plantage mit Périgord-Trüffel angelegt.

von
Tabea Waser
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Vergangene Woche hat Jürg Truninger seinen ersten Trüffel in der Plantage gefunden. 

Vergangene Woche hat Jürg Truninger seinen ersten Trüffel in der Plantage gefunden.

privat
Seine Trüffelbäume stehen in Hörhausen TG. Im Oktober 2014 hat er sie gepflanzt und mit Trüffelsporen geimpft.

Seine Trüffelbäume stehen in Hörhausen TG. Im Oktober 2014 hat er sie gepflanzt und mit Trüffelsporen geimpft.

privat
Die Trüffelbäume werden in der Höhe begrenzt, damit sich das Wachstum in die Breite entwickelt. 

Die Trüffelbäume werden in der Höhe begrenzt, damit sich das Wachstum in die Breite entwickelt.

privat

Darum gehts

  • Jürg Truninger (40) baut im thurgauischen Hörhausen Trüffel an.

  • Kürzlich konnte er von seiner Plantage den ersten Trüffel ernten.

  • Nun ist eine zweite Anlage mit Périgord-Tüffel im Aufbau.

  • Hier werden noch Baum-Paten gesucht.

Über sechs Jahre hat Jürg Truninger auf diesen Moment gewartet. Vor einer Woche nun konnte er den ersten Trüffel auf der eigenen Plantage in Hörhausen TG finden. «Jetzt ist Saison, da gehe ich mit meinem Trüffelhund regelmässig durch die Plantage», erzählt der 40-Jährige. Letzte Woche wurden sie fündig.

Der Trüffel wog rund 50 Gramm, was einem Wert von etwa 35 Franken entspreche. «Ich habe ihn bereits verzehrt.» Bei Trüffeln sei es nämlich wichtig, dass sie frisch gebraucht werden. «Es gab ihn klassisch mit Pasta. Der Geschmack war sehr fein.»

Angst, dass nun Fremde kommen und es auf seine Schätze abgesehen haben, hat er nicht. «Wer einfach wahllos loszieht, wird nicht fündig.» Dafür brauche es einen ausgebildeten Trüffelhund. Dieser schmecke die Pilze auf eine Entfernung von 100 Meter.

Viel Geduld

Gepflanzt hat Truninger seine 700 Trüffelbäume (Eichen, Buchen, Haseln und Schwarzkiefern) 2014 mit seinem Vater. Bei 600 Bäumen wurden die Wurzeln mit Sporen des Burgundertrüffels (Tuber uncinatum) geimpft, bei 100 Bäumen mit dem Wintertrüffel (Tuber brumale). Zuvor zäunte er 60 Aren Land ein und brachte zehn Tonnen Kalk aus. Die Trüffelpilze wachsen unterirdisch in Symbiose mit den Wurzeln einer Wirtspflanze. «Die Trüffelanlage sollte eine Hangneigung gegen Süden haben, damit sich der Boden im Frühling möglichst schnell erwärmt. Die Trüffel brauchen zum Wachstum besonnten Boden», so Truninger. Dann braucht es viel Pflege und Geduld. Zwischen fünf und zehn Jahre kann es dauern, bis zum ersten Mal ein Trüffel wächst. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

Via Crowdfunding suchte er damals Baum-Paten. Diese profitieren mit regelmässigen Events und erhalten auch einen Anteil an der Ernte. «Diese Events machen mega Spass, und ich habe dadurch viele tolle Menschen kennen gelernt», sagt er.

Kürzlich hat Truninger mit dem Anbau einer Plantage für Périgord-Trüffel (Tuber Melanosporum ) begonnen. Dieser Trüffel ist in der Schweiz eigentlich nicht heimisch, weil er wärmeres Klima braucht. Wegen der Klimaerwärmung und den damit einhergehenden milderen Wintern wachse er nun aber auch hier.

Wer Pate von einem Trüffelbaum werden oder Trüffel kaufen will, kann sich bei Truninger melden.

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11 Kommentare
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RR

13.11.2020, 20:19

Megaaaaa!! Herzliche Gratulation 👏euch beiden! Freu mich, einen Trüffel bei euch zu ergattern.❤️

DK Halter

12.11.2020, 08:47

Die präzise Arbeit eines Deutsch Kurzhaar! Schön!

Moni Fischli

12.11.2020, 08:47

Da war vor vielen Jahren, auch mal was, mit Steineichen. Wir haben diese Bäumchen gekauft, mit dem Geld wollte ich mir eigentlich einmal im Leben schöne Ferien gönnen. Was passierte, nicht ein Steinpilz kam. Es ging nicht nur uns so. Daher würde ich keinen Rappen mehr in sowas investieren.