Betrugsverdacht: Auf Kosten der Anleger bereichert: Verhaftet
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BetrugsverdachtAuf Kosten der Anleger bereichert: Verhaftet

In New York ist ein weiterer mutmasslicher Anlagebetrüger verhaftet worden. Der Chef der Investmentfirma Agape World, Nicholas Cosmo, soll die Anleger um insgesamt 370 Millionen Dollar gebracht haben.

Etwa 1500 Anleger seien von dem Fall betroffen, teilte die New Yorker Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der 37-jährige Cosmo hatte sich demnach am Montagabend selbst der Polizei gestellt, nachdem die Büroräume seiner Firma auf Long Island durchsucht worden waren.

US-Bundesanwalt Benton Campbell bezeichnete Cosmos Geschäftsmodell als «klassisches Schneeball-System». Er habe das Geld der Anleger benutzt, um vermeintliche Anlagegewinne auszuzahlen. Cosmo stehe unter Verdacht, «sich auf Kosten der Anleger bereichert zu haben».

Der Staatsanwalt warnte Anleger vor übertriebenen Renditeversprechen unseriöser Investmentfirmen. Laut US-Medien hatte Agape World Anlegern eine Rendite von 14 Prozent in knapp zweieinhalb Monaten geboten.

Schon wegen Betrug inhaftiert

Cosmo bestritt gegenüber der Zeitung «Long Island Business News», wie der mutmassliche Milliarden-Betrüger Bernard Madoff die Anleger mit einem riesigen Schneeball-System getäuscht zu haben - also mit Hilfe immer neuer Anlagen die Rendite für bereits bestehende Anlagen bezahlt.

Der 37-Jährige hatte Agape im Jahr 2000 gegründet, nachdem er wegen Betrugs aus dem Gefängnis entlassen worden war - mit der Auflage, seine Spielsucht behandeln zu lassen, wie die Zeitung berichtete.

Madoff war Mitte Dezember verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, Investoren als Chef seiner Vermögensberatung mit einem riesigen Schneeball-System um 50 Milliarden Dollar geprellt zu haben.

(sda)

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