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WetterkapriolenAuf Regen folgt Sonne

Die Schweiz liegt unter einer Kaltfront. Doch wer Angst um sein Fest am Wochenende hat, darf aufatmen: Es wird wieder schön. Österreich leidet derweilen unter einer extremen Hitzewelle.

von
pwe

Für Sonnenhungrige waren die letzten Tage eine Enttäuschung. Nach rekordhohen Temperaturen brach das Wetter am Dienstag zusammen. Jetzt kommt aber das Wochenende und damit auch wieder die Sonne. Besonders erfreuen dürfte das die Besucher der Feste unter freiem Himmel, derer es mehrere gibt dieses Wochenende: Die Streetparade in Zürich, das Seenachts-Fest in Rapperswil, das Heitere Open-Air in Zofingen und das Buskers Musik-Festival in Bern. Pünktlich auf den Samstag wird es wieder schön und warm.

Viel Regen fiel zwischen Dienstag- und Donnerstagnachmittag in der ganzen Schweiz. MeteoNews veröffentlichte in einem Communiqué eine Hitliste mit den nassesten Orten der Schweiz. Ganz oben steht Robiei im Tessin mit sagenhaften 108mm Niederschlag, zum Vergleich: In Lugano fällt die gleiche Menge normalerweise in einem Monat. Auch die Plätze zwei und drei gehen ins Tessin mit den Orten Comprovasco (93mm) und Piotta (91mm). Danach folgen Güsch (UR, 60mm), Disentis (GR, 52mm) und Ulrichen (VS, 48mm).

Erdrückende Hitze in Österreich

Ganz anders geht es derweilen bei unseren Nachbarn in Österreich zu und her. Dort leiden Mensch und Natur unter einer aussergewöhnlichen Hitzewelle. Gleich in mehreren Orten sind am Donnerstag erstmals Werte über 40 Grad gemessen worden, wie die Zentralanstalt für Meteorologie mitteilte. Mit 40,5 Grad brachte es das niederösterreichische Bad Deutsch-Altenburg auf den höchsten Wert seit Beginn der Messungen. Auch am Neusiedler See sollen die 40 Grad geknackt worden sein. Wien vermeldete rekordhohe 39,5 Grad.

Erst vergangenen Samstag brach mit 39,9 Grad das Kärntner Drautal den seit 30 Jahren bestehende österreichischen Hitze-Rekord von 39,7 Grad. Die Zentralanstalt für Meteorologie startete in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit ihren Messungen.

Begeisterung löst das hartnäckige Hitze-Hoch in Österreich nicht mehr aus. Die Badeseen sind warm, die Natur leidet unter Dürre und Waldbränden, die aufgeheizten Städte kühlen selbst nachts nicht mehr ab.

Auch könnte das Wetter am Donnerstag ein erstes Todesopfer gefordert haben: Eine 35-jährige zweifache Mutter brach in einem Café in Oberösterreich vor den Augen ihrer Familie zusammen und starb. Die Ärzte stellten als Ursache Herzkammerflimmern fest und vermuten, dass die Frau sich bei der vorangegangenen Radtour in der Hitze überanstrengt hatte. (pwe/sda)

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