Maske reicht? – Auf Schweizer Skipisten soll es diesen Winter keine Zertifikatspflicht geben
Aktualisiert

Maske reicht?Auf Schweizer Skipisten soll es diesen Winter keine Zertifikatspflicht geben

Die Schweizer Bergbahnen haben in Absprache mit dem Bund entschieden, wie die Corona-Regeln in dieser Wintersaison aussehen. Patrick Mathys vom BAG hält allerdings dagegen.

von
Florian Osterwalder
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Auf den Schweizer Skipisten gilt in der Wintersaison 2021/22 keine Zertifikatspflicht. Oder doch?

Auf den Schweizer Skipisten gilt in der Wintersaison 2021/22 keine Zertifikatspflicht. Oder doch?

20min/Simon Glauser
Die Gespräche zu den Schutzbestimmungen mit dem Bund und den Kantonen seien sehr konstruktiv verlaufen, heisst es am Dienstag in einer Mitteilung.

Die Gespräche zu den Schutzbestimmungen mit dem Bund und den Kantonen seien sehr konstruktiv verlaufen, heisst es am Dienstag in einer Mitteilung.

AFP

Darum gehts

  • In der kommenden Skisaison wird es keine Zertifikatspflicht in der Schweiz geben.

  • In Seilbahnen wird dafür eine Maskenpflicht gelten.

  • In Innenräumen von Beizen gilt hingegen eine Zertifikatspflicht.

In der Schweiz gilt für die Skisaison in diesem Winter keine Zertifikatspflicht. «Momentan werden keine Änderungen gegenüber den aktuellen Schutzbestimmungen für Bergbahnen eingeführt», heisst es am Dienstag in einer Mitteilung von Seilbahnen Schweiz. Gespräche mit dem Bund und den Kantonen seien sehr konstruktiv verlaufen.

Hans Wicki, Präsident von Seilbahnen Schweiz, sagt zu 20 Minuten: «Es gibt keine Zertifikatspflicht in der kommenden Wintersaison. In Seilbahnen wird dafür eine Maskenpflicht gelten.» Diese Lösung sei mit dem Bund abgestimmt. Die einzelnen Skigebiete seien frei, selbst eine Zertifikatspflicht zu erlassen.

«Der Bundesrat entscheidet, nicht die Bergbahnen»

In der Medienmitteilung von Seilbahnen Schweiz heisst es weiter: «So können die Bergbahnen mit den gleichen Bedingungen in die Wintersaison starten wie der öffentliche Verkehr; mit Maskenobligatorium in geschlossenen Kabinen und Räumen, Abstand in Innenräumen von Gebäuden und Lüften in Kabinen.»

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit, hielt an einer Medienkonferenz in Bern allerdings dagegen: «Der Bundesrat wird über Massnahmen entscheiden und nicht die Bergbahnen.»

Verband macht sich für Impfungen stark

Der Plan der Bergbahnen ist aber unverändert: Wer in einer Beiz eine Mahlzeit oder ein warmes Getränk zu sich nehmen möchte, braucht ein Zertifikat. Wer sich auf einer Terrasse verpflegen will, braucht kein Zertifikat.

Weiter möchte sich der Verband der Seilbahnen Schweiz für die Impfung stark machen. In Zusammenarbeit mit Snow Sports und Swiss-Ski wird sich der Verband an der nationalen Impfwoche vom 8. bis 14. November beteiligen. Weiter rufen sie dazu auf, auch in den Wintersport-Destinationen Impfaktionen durchzuführen.

Fideris Heuberge hat Zertifikatspflicht

Die Schweizer Skigebiete waren als einige der wenigen weltweit im vergangenen Jahr für ausländische Gäste offen. In den Bergbahnen und Gondeln waren Masken vorgeschrieben und vor den Liften sollte Abstand gehalten werden. Aus den Schweizer Skigebieten wurden keine grösseren Ansteckungen mit dem Coronavirus bekannt.

Einzelne Gebiete können unabhängig auch eine Zertifikatspflicht für ein Skigebiet verhängen. So hat es etwa das Gebiet Fideriser Heuberge im Kanton Graubünden gemacht, wo im kommenden Winter nur Getestete, Genesene oder Geimpfte Zutritt erhalten sollen.

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(DPA)

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