Zeitreise: Auf Stippvisite bei Familie Skywalker
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ZeitreiseAuf Stippvisite bei Familie Skywalker

Um auf dem Heimatplaneten der Skywalkers zu landen, brauchts kein Raumschiff. Tatooine liegt in Tunesien. Die Reise dorthin führt in eine andere Zeit. Bloss in welche?

von
kmo

Als «klein, abgelegen und arm» beschreibt Obi-Wan Kenobi den Planeten Tatooine. Das stimmt nur zum Teil, denn so abgelegen ist die Gegend in Wirklichkeit gar nicht. Nicht in einer fernen Galaxie, sondern im Süden Tunesiens liegt die Heimat der Familie Skywalker.

Im Salzsee Chott el-Jérid steht zum Beispiel der Weiler Lars Homestead, in dem sich der kleine Luke vor der dunklen Seite der Macht verstecken musste. Zumindest das, was von seinem Zuhause noch übrig ist. Hitze, Sand und Wind setzen den Bauwerken schwer zu, die erst 2012 von einer kleinen Gruppe «Star Wars»-Enthusiasten neu renoviert wurden (s. Video unten).

Die New Yorker Fotografin Ra Di Martino hat den Ort kürzlich besucht und die übrig gebliebenen Bauwerke fotografiert. Ihre Bilder fangen die gespenstische Armosphäre wunderbar ein, die von der Stätte ausgeht. «Die Ruinen sind faszinierend», sagt sie gegenüber der «Daily Mail», «aber es kann auch ein bisschen unheimlich sein, vor allem wenn man ganz alleine dort ist».

Es ist wie eine Zeitreise, bloss ist man nicht sicher, ob man sich nun in die Zukunft oder in die Vergangenheit bewegt hat. Denn hier wird einem klar, wie sehr sich George Lucas für seinen Science-Fiction-Epos von traditioneller Architektur und Kultur vor Ort hat inspirieren lassen. Die hellen Bauten und Höhlenhäuser sind hier ebenso verbreitet wie die Wollmäntel der «Star Wars»-Protagonisten. Auch die Namen vieler Orte sind realen tunesischen Ortsbezeichnungen entlehnt: Der Planet Tatooine etwa heisst fast wie die Stadt Tataouine rund 250 Kilometer weiter südöstlich.

Wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man auch andere «Star Wars»-Drehorte besuchen. Etwa die Weltraumstadt Mos Espa rund 30 Kilometer weiter nördlich, nahe der Grenze zu Algerien. Oder das Hotel Sidi Driss in der Stadt Matmata rund 300 Kilometer weiter südwestlich, das für einige Filmszenen als Behausung von Luke diente. Auf der Insel Djerba schliesslich stehen Obi-Wan Kenobis Zuhause und die Weltraumstadt Mos Eisley.

Und wer eher auf Städtetrips steht, kann stattdessen London einen Besuch abstatten: Einige von Ra Di Martinos Bilder aus der Serie «No More Stars» sind zur Zeit in der Gruppenausstellung «Project Space» in der Londoner Tate Modern zu sehen.

Ausschnitte aus «Star Wars»:

(Quelle: YouTube/Daniel M Kobayashi)

«Star Wars»-Fans renovieren Lars Homestead:

(Quelle: YouTube/Mark Dermul)

Hinkommen

Lars Homestead ist in rund zwei Stunden von Tunesiens Touristen-Hotspot Djerba aus zu erreichen. Es werden geführte Touren zu den «Star Wars»-Drehorten angeboten. Ansonsten ist es auch möglich, ein Auto mit Fahrer zu mieten.

Weitere Informationen unter:

www.tunisia.com/star-wars-tunisia

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