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Angriff auf Youtube?Auf Taylors TV-Kanal ist nur sie zu sehen

In den USA wird es bald einen Streaming-Kanal geben, der ausschliesslich Filmmaterial zu Taylor Swift zeigt. Wozu?

von
Martin Fischer
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Taylor Swift hat gemäss «Forbes» von Sommer 2015 bis Sommer 2016 170 Millionen Franken verdient - sie ist die bestbezahlte Berühmtheit der Welt. Doch die Musikbranche kriselt, weshalb Swift nun neue Wegen geht, um zu Geld zu kommen. Sie hat mit dem US-Mediengiganten AT&T einen Vertrag über mehrere Jahre unterzeichnet.

Taylor Swift hat gemäss «Forbes» von Sommer 2015 bis Sommer 2016 170 Millionen Franken verdient - sie ist die bestbezahlte Berühmtheit der Welt. Doch die Musikbranche kriselt, weshalb Swift nun neue Wegen geht, um zu Geld zu kommen. Sie hat mit dem US-Mediengiganten AT&T einen Vertrag über mehrere Jahre unterzeichnet.

AFP
Darin enthalten: Ein eigener Streaming-Kanal namens «Talyor Swift Now», der demnächst online gehen wird. Dort wird es einzig Inhalte von und über Taylor zu sehen geben - etwa exklusive Live-Mitschnitte. Branchenkenner Roman Camenzind sagt: «Youtube zahlt lächerliche Beträge an Musiker aus. Auf ihrem eigenen Kanal kann Swift von verkaufter Werbung bedeutend höhere Margen erzielen.»

Darin enthalten: Ein eigener Streaming-Kanal namens «Talyor Swift Now», der demnächst online gehen wird. Dort wird es einzig Inhalte von und über Taylor zu sehen geben - etwa exklusive Live-Mitschnitte. Branchenkenner Roman Camenzind sagt: «Youtube zahlt lächerliche Beträge an Musiker aus. Auf ihrem eigenen Kanal kann Swift von verkaufter Werbung bedeutend höhere Margen erzielen.»

Instagram taylorswift
Auf ihrem eigenen Taylor-Fan-TV wird es «einzigartige Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen und Material aus dem Taylor-Swift-Archiv» zu sehen geben, wie AT&T in einer Mitteilung schreibt. Dazu gehören dann wohl auch so schöne Strandmomente mit Freunden auf Taylors Anwesen in Rhodes Island.

Auf ihrem eigenen Taylor-Fan-TV wird es «einzigartige Videos, Behind-the-Scenes-Aufnahmen und Material aus dem Taylor-Swift-Archiv» zu sehen geben, wie AT&T in einer Mitteilung schreibt. Dazu gehören dann wohl auch so schöne Strandmomente mit Freunden auf Taylors Anwesen in Rhodes Island.

Instagram taylorswift

Der US-Mediengigant AT&T ist so etwas wie die amerikanische Swisscom: Gross geworden mit Mobiltelefonie lanciert der Konzern nun ein eigenes Internetfernsehen. Und auf dieser Plattform erhält Taylor Swift ihren ganz eigenen Streaming-Kanal, der «demnächst» online gehen wird: «Taylor Swift Now» wird er heissen.

Zu sehen gibt es dort «einzigartige Videos, Konzertmitschnitte, Behind-the-Scenes-Aufnahmen und Material aus dem Taylor-Swift-Archiv», wie AT&T in einer Mitteilung schreibt. Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Superstar auch fortlaufend Inhalte exklusiv für den Kanal produziert. Vor dem Super Bowl im Februar etwa wird ein Sonderkonzert übertragen.

Ein TV-Kanal also, wo rund um die Uhr Taylor Swift zu sehen ist – und nur Taylor Swift. Wer den Sender schauen will, muss ein Abo bei AT&T haben. Doch was bezweckt die 26-Jährige eigentlich damit? «Sie lanciert hier eine Konkurrenz zu Youtube», sagt Erfolgsproduzent und Labelbesitzer Roman Camenzind gegenüber 20 Minuten.

«Youtube zahlt lächerliche Beträge»

Der Grund: «Youtube zahlt lächerliche Beträge an Musiker aus, das lohnt sich nicht einmal für Stars von Swifts Mega-Format sonderlich. Auf ihrem eigenen Kanal kann sie die von verkaufter Werbung bedeutend höheren Margen erzielen.» Die bestverdienende Musikerin der Welt hat also einen neuen Weg gefunden, noch mehr Geld zu machen.

Während die Einnahmen aus Musikverkäufen dramatisch sinken, sind selbst Superstars gezwungen, laufend neue Strategien auszuprobieren. «Für grosse Künstler wie Taylor Swift ist ein eigener Streaming-Kanal auf jeden Fall lukrativ.» Sie kann aus eigener Kraft sehr grosse Reichweiten erzielen.

Weitere Projekte folgen

Mit dem Kanal ist Taylor Swift der Konkurrenz einen Schritt voraus. Camenzind kann sich gut vorstellen, dass ihr Modell bald Nachahmer findet – wenn sich die Strategie auszahlt. Doch der Experte äussert auch Bedenken: «Ich bin gespannt, wie gut beziehungsweise wie lange das funktioniert. Sie muss viel Content liefern können.» AT&T-Chef John Stankey sagt, dass der Kanal nur ein Teil von einer langfristigen und vielseitigen Zusammenarbeit mit Swift sei.

Einen Vorgeschmack darauf, was es bei «Taylor Swift Now» zu sehen geben könnte, erhalten Sie in der Bildstrecke: Taylor privat, backstage, live. Würden Sie so ein Angebot nutzen? Stimmen Sie ab.

Taylor Swift führt "Forbes"-Liste der bestbezahlten Stars der Welt an

Die jährliche Forbes-Liste nennt insgesamt 100 bestbezahlte Promis aus den Bereichen Musik, Film, Entertainment und Sport. Die Zahlen beziehen sich auf Branchenrichtwerte, Insider-Wissen und Angaben der Stars selbst. Sie fassen die Einnahmen der zurückliegenden zwölf Monate zusammen.

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