Aktualisiert 27.11.2009 09:54

Upgo

Auf und davon mit dem Bio-Auto

Ein Elektroauto? Dieses Autöli ist viel mehr als das. Es ist von der Produktion bis zur Verschrottung komplett auf Ökologie ausgerichtet.

von
Alice Kohli

Der Upgo (etwa: «auf und davon») wurde im Berner Jura unter der Leitung von Jean-Luc Thuliez entwickelt, der schon an der Produktion des Smart und des Swatch Car beteiligt war. Schon lange schwebte dem Ingenieur ein Auto vor, das vom Bau bis zur Entsorgung so wenig Energie wie möglich verbraucht. Nun soll es bereits in zwei Jahren tausendfach durch die Stras­sen Europas sausen.

Der Stückpreis wird bei ungefähr 12 000 Franken liegen – damit ist er nicht viel teurer als ein herkömmliches Billigauto. Geht das: öko und günstig? Laut Thuliez schon. Denn was den Upgo von anderen Elektroautos unterscheidet, sind seine tiefen Produktionskosten. Er wird nicht aus Einzelteilen zusammengesetzt, sondern aus Kunststoff gegossen. Damit sparen sich die Hersteller teure Montagewerke. Der Upgo soll umweltschonend in Frankreich, Schweden und der Schweiz hergestellt werden.

Ganz holt das Bio-Auto ein herkömmliches noch nicht ein. Mit einer Batterieladung kommt es etwa 100 Kilometer weit; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h. Auf der Autobahn fährt man damit also nicht auf der Überholspur. Dafür sammelt man Öko-Punkte, wenn das Fahrzeug mal nicht mehr strassentauglich ist. Zum Verschrotten braucht man es nicht zu zerlegen wie herkömmliche Autos. Das macht den Recyclingaufwand kleiner – und ist damit energieeffizienter.

«Wissen» in 20 Minuten wird unterstützt durch die GEBERT RÜF STIFTUNG und die Stiftung Mercator Schweiz.

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