Aktualisiert 21.02.2019 18:29

Zoo Basel

Auf wackligen Beinchen erkundet Quenco die Welt

Seltenes Baby-Glück im Basler Zoo: Am Montag ist ein Okapi-Junges zur Welt gekommen. Erst zum vierten Mal in 20 Jahren wächst eine Waldgiraffe im Zolli auf.

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Gestatten: Quenco. Das Okapi-Junge ist am Montag, 18. Februar geschlüpft. Okapi sind seltenen Waldgiraffen.

Gestatten: Quenco. Das Okapi-Junge ist am Montag, 18. Februar geschlüpft. Okapi sind seltenen Waldgiraffen.

Zoo Basel (Torben Weber)
Der kleine Bulle mit seinem Mami Ebony (8). Nicht nur die Ohren müssen beim Kleinen noch wachsen.

Der kleine Bulle mit seinem Mami Ebony (8). Nicht nur die Ohren müssen beim Kleinen noch wachsen.

Zoo Basel (Torben Weber)
Wobei Grösse immer auch eine Frage der Perspektive ist. Hier kommt Quenco schon ganz gross raus.

Wobei Grösse immer auch eine Frage der Perspektive ist. Hier kommt Quenco schon ganz gross raus.

Zoo Basel (Torben Weber)

Der Zoo Basel freut sich über Nachwuchs bei den Okapis: Zur Welt gekommen ist das Junge am vergangenen Montag, 18. Februar. Quenco, wie der kleine Bulle heisst, sei ausserordentlich kräftig und neugierig, teilte der Zoo Basel am Donnerstag mit. Schon zwanzig Minuten nach der Geburt sei er auf seinen zittrigen, aber stämmigen Beinen gestanden und habe bei seiner Mutter nach der Milchquelle gesucht.

Zoo Basel: Okapi-Männchen zur Welt gekommen

Die seltenen Waldgiraffen im Basler Zoo haben innert 20 Jahren erst das vierte Mal Nachwuchs gekriegt. (Video: Zoo Basel)

Die seltenen Waldgiraffen im Basler Zoo haben innert 20 Jahren erst das vierte Mal Nachwuchs gekriegt. (Video: Zoo Basel)

Quenco ist der Sohn der achtjährigen Ebony. Deren letzter Junge war zu früh und tot zur Welt gekommen. Quenco dagegen erfreue sich bester Gesundheit und trinke regelmässig, hält der Zolli fest.

Okapi-Geburten sind in Zoos seltene Ereignisse. In Basel hat es in den letzten zwanzig Jahren nur gerade vier Mal Nachwuchs gegeben bei diesen stark bedrohten Waldgiraffen. Okapis kommen nach Zoo-Angaben einzig in der Demokratischen Republik Kongo vor. In der Natur leben rund 10'000 Tiere, in 25 Zoos weitere 75.

Besucher sollen ruhig sein

Der Zoo Basel unterstützt in der Demokratischen Republik Kongo seit mehr als dreissig Jahren das «Okapi Conservation Project». Dieses bildet nicht nur Wildhüter aus, sondern auch die einheimische Bevölkerung. Okapis waren während Jahrzehnten durch Bürgerkriege, Hunger, Flüchtlingsströme und marodierende Söldnertruppen gefährdet, hält der Zoo fest.

Zu sehen ist der Nachwuchs im Antilopenhaus vorerst eher selten. Quenco schlafe noch viel und liege noch häufig versteckt im Stroh, heisst es in der Mitteilung. Um Mutter und Kind nicht zu stören, bittet der Zoo die Besucherinnen und Besucher, leise zu sein im Antilopenhaus. Dieses bleibt vorerst von 12 bis 14 Uhr geschlossen. (sda)

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