Aufatmen in Röschenz: Kein Rekurs im Fall Sabo
Aktualisiert

Aufatmen in Röschenz: Kein Rekurs im Fall Sabo

Die Kündigung
des Röschenzer Pfarrers
Franz Sabo kommt nicht
vors Bundesgericht. Die
Landeskirche verzichtet
auf einen Rekurs. In
Röschenz freut man sich,
das Bistum schweigt.

«Das ist natürlich eine grosse Erleichterung», sagt Franz Sabo. Gestern gab die Landeskirche bekannt, dass sie darauf verzichte, den Fall Sabo vors Bundesgericht weiterzuziehen. Im Sommer 2006 hatte sie den Röschenzer Pfarrer nach jahrelangem Streit mit Bischof Kurt Koch entlassen. Die Kirchgemeinde kämpfte weiter für ihren Pfarrer – mit Erfolg: Vor zwei Monaten entschied das Kantonsgericht Baselland, dass die Entlassung unzulässig gewesen war.

Es sei nicht Aufgabe des Landeskirchenrates, diesen Entscheid vor Bundesgericht anzufechten, schrieb dieser nun gestern. Für die Röschenzer ist die Sache damit abgeschlossen. Zwar gäbe es die Möglichkeit, dass Bischof Kurt Koch von vorne beginnt und eine erneute Entlassung einleitet, aber daran mag Kirchgemeinderat Bernhard Cueni nicht glauben: «Dafür hätte niemand mehr Verständnis.» Vielmehr hofft man in Röschenz nun auf die Gesprächsbereitschaft des Bischofs. «Aber unsere Erfahrungen stimmen uns da leider nicht sehr optimistisch», sagt Sabo. Das Bistum will momentan noch nichts über das weitere Vorgehen sagen.

Jonas Hoskyn

Deine Meinung