Wildtier in der Stadt - Aufdringlicher Stadtfuchs schnappt nach Hosenbeinen
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Wildtier in der StadtAufdringlicher Stadtfuchs schnappt nach Hosenbeinen

In der Stadt Luzern ist ein Fuchs unterwegs, der nach Hosenbeinen schnappt. Der Wildhüter vermutet, dass der Fuchs sich vom Popcorn eines auftretenden Zirkus ernährt.

von
Rochus Zopp
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In der Stadt Luzern ist ein Fuchs unterwegs. Das Tier soll laut Meldungen sehr aufdringlich sein und nach Hosenbeinen schnappen. (Symbolbild)

In der Stadt Luzern ist ein Fuchs unterwegs. Das Tier soll laut Meldungen sehr aufdringlich sein und nach Hosenbeinen schnappen. (Symbolbild)

20min/Community
Der Fuchs ist in der Nähe des Jugendzirkus Tortellini aufgetaucht. Der Wildhüter vermutet, dass Popcorn, welches beim Zirkus auf den Boden fällt, den Fuchs anzieht.

Der Fuchs ist in der Nähe des Jugendzirkus Tortellini aufgetaucht. Der Wildhüter vermutet, dass Popcorn, welches beim Zirkus auf den Boden fällt, den Fuchs anzieht.

20min/Rochus Zopp
Der Jugendzirkus Tortellini hat seine Bühne im Bereich Industriestrasse in Luzern. In dieser Region ist auch der Stadtfuchs unterwegs.

Der Jugendzirkus Tortellini hat seine Bühne im Bereich Industriestrasse in Luzern. In dieser Region ist auch der Stadtfuchs unterwegs.

Darum gehts

  • In der Stadt Luzern ist ein Fuchs unterwegs. Das Tier soll keine Angst vor Menschen haben und auch schon nach Personen geschnappt haben.

  • Im Kanton Luzern wird vermutet, dass das Popcorn des in der Nähe auftretenden Zirkus den Fuchs anzieht.

  • Im Sommer haben Füchse in der Stadt Luzern bereits für Aufsehen gesorgt. Die Tiere zerstörten auf ihrer Nahrungssuche Müllsäcke und sorgten für verschmutzte Strassen.

In der Stadt Luzern ist ein Fuchs unterwegs. Wie der Newsletter Ron Orp berichtet, soll der Fuchs keine Angst vor Menschen haben und nach Füssen und Beinen schnappen. Christian Hüsler, von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald bestätigt, dass bei ihnen bereits Meldungen zum Fuchs eingegangen sind. «Der Fuchs ist nicht aggressiv, aber sehr aufdringlich», sagt Hüsler und ergänzt: «Bislang hat er nach unseren Informationen noch niemanden gebissen, aber er schnappte schon nach Hosenbeinen». Er vermutet, dass der Fuchs sich da aufhält, da es dort in den vergangenen Wochen Zirkusvorstellungen gegeben hat. «Dadurch hat es Popcorn am Boden, von dem sich der Fuchs ernähren kann.» Auch der Zirkus Tortellini bestätigt auf Anfrage, dass der Fuchs schon auf dem Areal aufgetaucht ist. Von allfälligen Attacken hat man beim Zirkus aber nichts gehört.

Dass Füchse in der Stadt unterwegs sind, ist nichts Aussergewöhnliches. Andrea Oelhafen vom Öko-Forum Luzern erklärt: «Durch Abfallsäcke, Littering oder offene Abfallbehälter gibt es in der Stadt ein grosses Futterangebot.» Die Füchse zerstören dabei auch Abfallsäcke und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Dass der Fuchs aber auf die Menschen zugeht, ist nicht normal: «In der Regel hat der Fuchs Angst vor Menschen und geht», sagt Oelhafen. Durch den Kontakt mit Menschen und besonders Fütterung werden die Füchse aber laut der Umweltberaterin zutraulicher. Aggressiv werden die Tiere aber im Normalfall nicht.

Kanton wartet ab, ob sich der Fuchs vertreiben lässt

Wenn man auf einen Fuchs trifft, sollte man ihn laut Oelhafen versuchen zu ignorieren. Wichtig ist auch, dass man den Fuchs nicht füttert. Wenn der Fuchs trotzdem zubeisst, sollte man sich in ärztliche Kontrolle begeben. «Ein Fuchsbiss kann Krankheiten übertragen», sagt Oelhafen. Nach einem Biss soll man laut der Umweltberaterin die Starrkrampf- aber auch Tollwut-Impfung überprüfen lassen. Aber auch ohne Biss, kann ein Fuchs Krankheiten übertragen. «Wenn ein Fuchs zum Beispiel in einen Sandkasten kotet, kann er Eier des Fuchsbandwurms hinterlassen. Wenn ein Kind dann diesen Sand isst, kann der Fuchsbandwurm übertragen werden.» Auch über Beeren oder Erde ist es möglich Fuchsbandwurmeier zu sich zu nehmen.

Aktuell hat der Kanton Luzern noch keine Massnahmen gegen den Fuchs ergriffen. Hüsler sagt aber, dass die Dienststelle Landwirtschaft und Wald geraten hat, den Fuchs zu vertreiben. «Falls das nicht klappt und das Tier ein aggressives Verhalten an den Tag legen sollte, wird man den Fuchs unter Umständen einfangen müssen», erläutert Hüsler. Vorläufig wird man aber noch abwarten, ob sich der Fuchs vertreiben lässt.

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