Aktualisiert 07.06.2012 07:30

Karten nicht übertragbar

Aufgepasst bei EM-Tickets zum Schleuderpreis

Kurz vor Beginn der EM blüht im Internet der Handel mit Eintrittskarten. Doch wer Tickets über Drittanbieter kauft, muss damit rechnen, nicht ins Stadion zu kommen.

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Mit Kontrollen beim Einlass will die Uefa verhindern, das Käufer von Schwarzmarkt-Tickets ins Stadion kommen. (Bild: Reuters)

Mit Kontrollen beim Einlass will die Uefa verhindern, das Käufer von Schwarzmarkt-Tickets ins Stadion kommen. (Bild: Reuters)

Die EM steht unmittelbar vor der Tür, aber offenbar will keiner hin. Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man ein Blick auf die Ticketpreise wirft. Vor allem die Partien in der Ukraine sind noch längst nicht ausverkauft. Das bestätigte Uefa-Sprecher Thomas Giordano am Montag der französischen Nachrichtenagentur AFP: «Es sind noch mehrere EM-Karten zu haben, die Zahl liegt etwa bei 10 000.»

So werden Tickets fürs Spiel Deutschland gegen Holland in Charkiw offiziell schon für 25 Euro verscherbelt, eine Eintrittskarte für Frankreich gegen England in Donezk gibts bereits für 20 Euro. Die Ursachen für das fehlende Interesse an den Spielen in der Ukraine sind vielfältig: Die schwierigen politischen Verhältnisse, der Umgang mit der inhaftierten Julija Timoschenko, eine weite und teure Anreise, fehlende Hotelbetten oder massenweise getötete Streuner sind nur einige davon.

Schwarzhandel blüht

Im Gegensatz zur Ukraine sind die Spiele in Polen restlos ausverkauft. Wie üblich vor einem grossen Turnier blüht auf den grossen Internet-Börsen wie eBay oder viagogo der Schwarzmarkt. Beim Spitzenspiel Spanien gegen Italien in Danzig kostet das günstigste Ticket 200 statt 30 Euro, das Eröffnungsspiel zwischen Polen und Griechenland in Warschau ist nicht unter 340 Euro zu haben.

Je näher die Euro rückt, desto tiefer fallen auch für die Spiele in Polen die Preise. Wer nun glaubt, er könne Tickets zum Nulltarif ergattern, der sollte sich vorsehen. Einerseits lauern überall dort, wo relativ simpel viel Geld zu verdienen ist, auch Betrüger. Mit einem gefälschten Ticket bei der Eintrittskontrolle hängen zu bleiben oder vor Ort keinen Überbringer vorzufinden, wäre bei den hohen Kosten für Anfahrt und Unterkunft besonders bitter.

Tickets nicht übertragbar

Doch auch wer Tickets nicht über den offiziellen Weg, sondern über Drittanbieter kauft, muss unter Umständen das Spiel im Fernsehen schauen. Denn die Eintrittskarten sind nicht übertragbar. «Für alle Tickets gilt, dass nur der Käufer selbst Einlass erhält. Wir raten niemandem, auf Online-Plattformen Eintrittskarten zu kaufen», sagt Uefa-Sprecher Giordano. Selbst im Krankheitsfall dürfe ein Ticket nicht weitergegeben werden.

Obwohl die rechtliche Lage beim Weiterkauf von Tickets unsicher ist, warnt die Uefa, dass auf Grund von «Einzelkontrollen vor dem Stadioneingang der Zutritt zum Stadion verwehrt werden kann». Ob diese Kontrollen auch durchgeführt werden oder ob es sich nur um Abschreckung handelt? Wer es wirklich wissen will, muss es wohl selbst ausprobieren.

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