03.07.2014 07:10

E-Tattoo

Aufklebbarer Chip soll Handys sicherer machen

Motorola ist überzeugt: Die Zukunft gehört E-Tattoos. Jetzt wird die funktionale Körperkunst Realität. Künftig soll sie Handys sicherer entsperren können.

von
tob

Ein Start-up aus den USA will einer Idee von Motorola zum Durchbruch verhelfen: mit einem elektronischen Tattoo das Smartphone sicherer zu machen. Und zwar mit einem Aufkleber, der ein wenig aussieht wie unter die Haut gestochene Körperkunst. Der Clou: Darin steckt die Technologie Near Field Communication (NFC).

Laut dem Hersteller Viva­Lnk lassen sich die Tattoos an jeder beliebigen Körperstelle anbringen. Ist das aufklebbare Tattoo erst einmal mit dem Smartphone gekoppelt, lässt sich das Gerät nur noch mit dem Tattoo entsperren. So soll verhindert werden, dass Unbefugte das Smartphone nutzen. Der Haken: Vorerst funktioniert die Handy-Sicherung nur mit dem Motorola Moto X.

Die Entsperrung mit dem E-Tattoo ist allerdings eine teure Angelegenheit: Obwohl die Aufkleber auch das Duschen überstehen, halten sie nur fünf Tage auf der Haut. Ein Zehnerpack kostet knapp zehn Dollar und soll etwa einen Monat halten.

Bereits seit längerem ist Motorola fasziniert von NFC-Chips am Körper. Letzten November reichte die Google-­Tochter einen Patentantrag für ein smartes Tattoo ein. Dieses soll am Hals angebracht werden, Schwingungen direkt vom Kehlkopf aufnehmen und so die Sprachqualität beim Telefonieren verbessern. Furchteinflössend wirkt allerdings das Kleingedruckte des Moto­rola-Antrags: Dort heisst es, dass das E-Tattoo dereinst anhand von Reaktionen der Haut als Lügendetektor dienen könnte.

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