Aktualisiert 29.04.2008 18:46

Aufruf zum China-Boykott: Die Stars sind sich uneinig

Auch die Stars beschäftigen sich mit der Olympiade in China. Während die Black Eyed Peas zwei Konzerte geben, kämpfen Clooney und Spielberg gegen das Reich der Mitte an.

von
Aurelia Forrer

Diverse Künstler rufen wegen Chinas Menschenrechtspolitik zum Boykott des Landes auf. Dass der nicht im Sinne von allen ist, demonstrieren die Black Eyed Peas. Die amerikanische Hip-Hop-Band gibt am 18. und am 20. Juni zwei Konzerte in Peking und Schanghai. «Wenn Amerika wirklich was ändern möchte, sollte man lieber die China-Importe stoppen», argumentiert Frontsänger Will.I.Am.

Auch der Schweizer Tennis-Liebling Roger Federer wird für längere Zeit ein Entwicklungsprogramm in China unterstützen. Zusammen mit seinem Sponsor Mercedes-Benz will er die chinesischen Tennis-Junioren fördern.

Hollywoodstar George Clooney nutzt seinen Sponsorenvertrag anders: Als Aushängeschild von Omega, einem der grössten Olympia-Sponsoren und offizieller Zeitmesser der Spiele, führt er mit der Firma öfters Gespräche über die Lage. «Ich rede mit Omega seit einem Jahr über China und werde damit nicht aufhören», so Clooney gegenüber BBC Sport. Gemeinsam mit Erfolgsregisseur Steven Spielberg kämpft er gegen Chinas Verknüpfungen mit der sudanesischen Regierung und gegen den existierenden Konflikt in Darfur. Spielberg ist aus Protest als künstlerischer Berater der Olympiade zurückgetreten.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.