Aktualisiert

Aufruhr in Genf: Sechs Hausbesetzer verhaftet

Einen Tag nach der polizeilichen Räumung eines besetzten Hauses ist die Genfer Politik in Aufruhr. Linke Parteien und Organisationen sind empört über das Vorgehen des Staatsanwalts Daniel Zappelli. Seine Partei dagegen, die FDP, applaudiert.

Nach der Polizeiaktion vom Dienstagmorgen und den anschliessenden Ausschreitungen bei denen sechs Demonstranten verhaftet wurden, kommt Genf auch am Mittwoch nicht zur Ruhe. Reihum meldeten sich die Parteien, um das Vorgehen gegen die Hausbesetzer zu kritisieren oder zu loben.

Während die Linken monierten, dass die Räumung illegal gewesen sei, stellte sich die FDP hinter Zappelli. Dieser habe keinen Räumungsbefehl erlassen müssen. Aufgrund des Strafrechts sei er zum Handeln gezwungen gewesen. Ausserdem habe Zappellis Politik erlaubt, die Zahl der besetzen Häuser in den letzten Jahren drastisch zu senken.

Angesichts des umstrittenen Vorgehens der Polizei und des anschliessenden Gewaltausbruchs in Genfs Strassen, äussert sich am (heutigen) Mittwochmorgen auch die Kantonsregierung zu den Vorfällen. Parallel zur Medienkonferenz der Regierung orientiert auch die Hausbesetzerszene über ihre Sicht der Dinge. (sda)

Deine Meinung