Aktualisiert 01.04.2010 12:18

KriegsverbrecherAufschub für Karadzic abgelehnt

Der Kriegsverbrecherprozess gegen Radovan Karadzic wird am 13. April fortgesetzt. Mit dem Entscheidung lehnten die Richter am Haager Tribunal der Vereinten Nationen einen Antrag des Angeklagten ab, die Verhandlung bis Mitte Juni auszusetzen.

Der ehemalige Präsident der bosnischen Serben muss sich in zwei Fällen wegen Völkermordes und neun Fällen wegen Kriegsverbrechen im Bosnien-Krieg von 1992 bis 1995 verantworten, darunter Mord, Zwangsdeportationen und die Geiselnahme von 200 UN-Mitarbeitern. Zu den Gräueltaten, die ihm zur Last gelegt werden, zählt das Massaker von Srebrenica mit 8000 Toten im Juli 1995.

Karadzic war nach langer Flucht im Juli 2008 in Belgrad verhaftet worden. Mit ihm wollte das Tribunal auch dessen früheren Militärchef Ratko Mladic zur Verantwortung ziehen, der aber weiter auf der Flucht ist. (dapd)

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