Aktualisiert 02.01.2010 10:52

PakistanAufständische sprengen Schulen in die Luft

Aufständische haben in den nordwestlichen pakistanischen Stammesgebieten zwei Schulen und ein medizinisches Versorgungszentrum in die Luft gesprengt. Menschen seien bei den Anschlägen nicht zu Schaden gekommen.

In derselben Region waren am Freitag bei einem schweren Selbstmordanschlag auf einem Sportplatz mindestens 95 Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt worden. Es war der schwerste Anschlag in Pakistan seit gut zwei Monaten.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Attentat. Sicherheitskräfte machten aber radikal-islamische Extremisten für die Tat verantwortlich. Es habe in den vergangenen Tagen Drohungen gegen die Zivilbevölkerung gegeben.

Polizei und Militär fahnden seither nach den Hintermännern des Attentats. «Wir rechnen mit einigen Festnahmen im Laufe des Tages», sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Der Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan ist ein Rückzugsgebiet für hunderte Extremisten und Rebellen, die nach der US-geführten Invasion in Afghanistan aus dem Nachbarland Richtung Pakistan geflohen sind.

In dem Stammesgebiet führt das pakistanische Militär seit Mitte Oktober ein Grossoffensive gegen Taliban-Kämpfer und Al-Kaida- Terroristen. Dabei wurden nach Angaben der Armee bislang mehr als 600 Extremisten getötet.

Im Gegenzug verüben die Aufständischen landesweit immer wieder Anschläge gegen Einrichtungen der Sicherheitskräfte und zivile Ziele. In den vergangenen zwei Monaten kamen dabei mehr als 500 Menschen ums Leben.

(sda)

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