Wahlen in Afghanistan: Aufständische stürmen Stadt
Aktualisiert

Wahlen in AfghanistanAufständische stürmen Stadt

In Afghanistan haben Aufständische am Wahltag die Stadt Baghlan im Norden gestürmt und die Öffnung der Wahllokale verhindert.

Bei heftigen Kämpfen seien «22 Terroristen getötet» worden, sagte der Provinzpolizeichef Mohammed Kabir Andarabi der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Die Aufständischen seien aus mehreren Richtungen in die Stadt vorgedrungen, dann aber zurückgeschlagen worden. Die Präsidentschafts- und Provinzwahl hatten am Morgen unter grossen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Rund 300 000 einheimische und ausländische Sicherheitskräfte sind aufgeboten, um die rund 6700 Wahllokale abzusichern.

17 Millionen Wahlberechtigte

Die aufständischen Taliban hatten zum Wahlboykott aufgerufen und mit Anschlägen gedroht. 17 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen.

Als Favorit für die zweite Präsidentschaftswahl seit dem Sturz der radikalislamischen Taliban vor acht Jahren gilt Amtsinhaber Hamid Karsai. Allerdings könnte ihn sein härtester Konkurrent, Ex- Aussenminister Abdullah Abdullah, diesmal in eine Stichwahl zwingen.

(sda)

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