Aufstand der Kleinaktionäre an Converium-GV
Aktualisiert

Aufstand der Kleinaktionäre an Converium-GV

An der Converiums-Generalversammlung (GV) ist es in Zürich zum Eklat gekommen: Kurzfristige Änderungen der Traktandenliste wurden von Kleinaktionären erfolgreich bekämpft.

Der Verwaltungsrat hatte anstelle der Wiederwahl von Derrell J. Hendrix die Zuwahl des Elsässer SCOR-Managers Gilles Meyer in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Diese wurde auf Antrag des unabhängigen Stimmrechtsvertreters auf eine ausserordentliche GV verschoben. Dieser hatte erklärt, dass er von Aktionären womöglich andere Instruktionen zur Ausübung der Stimmrechte erhalten hätte, falls die Änderung der Traktandenliste vorher bekannt gewesen wäre. Damit setzten sich mehrere Kleinaktionäre durch. Einer von ihnen hatte offen damit gedroht, gerichtlich gegen die GV-Beschlüsse vorzugehen, falls über die neuen Traktanden abgestimmt werde; mit seinem Vorgehen verstosse der Verwaltungsrat gegen das Aktienrecht.

Kapitalherabsetzung abgelehnt

Die Nennwertrückzahlung wurde schliesslich mit 55,5 Millionen gegen 45,25 Millionen Stimmen abgelehnt, wie Dennler kurz vor 14.00 Uhr bekannt gab. Zuvor hatte ein Aktionär moniert, dass nicht über seinen zuvor eingereichten Ordnungsantrag abgestimmt worden sei. Er kündigte rechtliche Schritte an. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Resultats schloss Dennler die GV nach dreieinhalbstündiger Dauer.

(dapd)

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