Recycling: Aus 500 alten Jeans werden 150 neue
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RecyclingAus 500 alten Jeans werden 150 neue

Im Berner «Roots Fashion»-Store werden alte Jeans gesammelt. Daraus sollen neue entstehen. Die Recycling-Jeans ist umweltfreundlich und erschwinglich.

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sul
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Im Roots Store Store an der Marktgasse kann man seine alten Jeans zur Wiederverwertung abgeben und erhält dafür einen 10-Franken-Gutschein für die nächste nachhaltige Jeans.

Im Roots Store Store an der Marktgasse kann man seine alten Jeans zur Wiederverwertung abgeben und erhält dafür einen 10-Franken-Gutschein für die nächste nachhaltige Jeans.

SUL
Im Laden sind exklusiv die zu 100% aus Biobaumwolle bestehenden Jeans von "MUD" erhältich.

Im Laden sind exklusiv die zu 100% aus Biobaumwolle bestehenden Jeans von "MUD" erhältich.

Sind begeistert vom umweltschonenden "MUD"-Konzept: Die "Fashion Roots"-Inhaber Oliver Gillmann und Fabia Mosimann

Sind begeistert vom umweltschonenden "MUD"-Konzept: Die "Fashion Roots"-Inhaber Oliver Gillmann und Fabia Mosimann

Alte Jeans nicht wegwerfen, sondern wiederverwerten: Diesem Prinzip hat sich der «Roots Fashion»-Store an der Marktgasse verschrieben. Deshalb gibt es dort neuerdings Recycling-Jeans zu kaufen. Doch nicht nur das: Noch den ganzen September über kann man seine alten Jeans vorbeibringen und erhält dafür einen 10-Franken-Gutschein für die nächste Hose. «Unser Ziel ist es, 500 alte Jeans zu sammeln, um daraus 150 neue zu machen», sagt Teilinhaber Oliver Gillmann.

Auf die Recycling-Idee kamen er und Mitinhaberin Fabia Mosimann durch das niederländische Label «MUD-Jeans». Dort werden alte Jeans geschreddert und in kleine Baumwollfasern zerkleinert, die später wiederverwendet werden. «Als wir davon gehört haben, waren wir hell begeistert und wollten die umweltfreundliche Idee sogleich aufgreifen», sagt Mosimann. Bei «MUD-Jeans» war man sofort zu einer Zusammenarbeit bereit, weshalb die Marke nun exklusiv im «Roots Fashion»-Store erhältlich ist.

Neue Jeans kostet 119 Franken

Die neuen Biobaumwolle-Jeans kosten 119 Franken. «Für ein Markenlabel ist das ein verhältnismässig guter Preis», sagt Gillmann. Ihnen sei wichtig, dass die nachhaltigen Jeans für alle erschwinglich seien. «So können sich auch Lernende und Studenten mit einem Bewusstsein für die Umwelt das Produkt leisten», so Mosimann. In jeder neuen Jeans stecke 30 Prozent der alten Jeans drin, die restlichen 70 Prozent würden aus neuer Baumwolle hergestellt. Mehr sei technisch noch nicht möglich.

Die Zwischenbilanz der Sammelaktion ist laut den beiden Ladeninhabern zufriedenstellend. «Bisher haben wir knapp 100 alte Jeans erhalten», sagt Gillmann. Zwar sei das Ziel, allein im September 500 Hosen zu sammeln, wohl ein wenig zu optimistisch gewesen, vom eingeschlagenen Weg abbringen lässt man sich dadurch aber keineswegs: «Den Service, alte Jeans zur Wiederverwertung bei uns abzugeben, werden wir auf jeden Fall beibehalten.»

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