Nasa erklärt: Aus Astronauten-Kot entstehen Sternschnuppen
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Nasa erklärtAus Astronauten-Kot entstehen Sternschnuppen

Astronaut Scott Kelly verbringt zurzeit ein Jahr im All. Während dieser Zeit produziert er 80 Kilo Kot. Was damit passiert, hat die Nasa nun geklärt.

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jcg
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Scott Kelly hat 172 von total 342 Tagen im All hinter sich. Aus diesem Anlass hat die Nasa eine Infografik mit wissenswerten Details zur Mission produziert.

Scott Kelly hat 172 von total 342 Tagen im All hinter sich. Aus diesem Anlass hat die Nasa eine Infografik mit wissenswerten Details zur Mission produziert.

Nasa
Unter anderem wird erklärt, dass der gesammelte Astronauten-Kot beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht und dann wie eine Sternschnuppe am Himmel leuchtet.

Unter anderem wird erklärt, dass der gesammelte Astronauten-Kot beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht und dann wie eine Sternschnuppe am Himmel leuchtet.

AP/Rob Griffith
Zwei ideale Probanden: Mark Kelly (l.) und sein Zwillingsbruder Scott. Obwohl der Ex-Astronaut Mark in den nächsten 12 Monaten auf der  Erde seiner gewohnten Tätgkeit nachgehen wird, ist er ein wichtiger Teil der «One Year in Space»-Mission.

Zwei ideale Probanden: Mark Kelly (l.) und sein Zwillingsbruder Scott. Obwohl der Ex-Astronaut Mark in den nächsten 12 Monaten auf der Erde seiner gewohnten Tätgkeit nachgehen wird, ist er ein wichtiger Teil der «One Year in Space»-Mission.

Robert Markowitz - Nasa

Insgesamt 342 Tage wird der Amerikaner Scott Kelly zusammen mit seinem russischen Kollegen Michail Kornijenko an Bord der Internationalen Raumstation ISS verbringen. Inzwischen ist Tag 172 angebrochen, womit die Hälfte geschafft ist. Zur Feier des Tages hat die US-Raumfahrtbehörde einige spannende Fakten zur Mission und ihren Auswirkungen auf den Körper des Astronauten zusammengestellt.

In einer Infografik wird unter anderem darauf hingewiesen, dass Kelly während seines Aufenthalts total 730 Liter rezyklierten Urin und Schweiss trinken wird. Zudem wird er über 1000 Kilometer auf dem Laufband zurücklegen und 700 Trainingsstunden absolvieren, um die Auswirkungen der Schwerkraft auf seinen Körper zu minimieren.

Kot-Sternschnuppen

Schliesslich lässt uns die Nasa auch wissen, dass Scott Kelly rund 80 Kilogramm Fäkalien produzieren wird, die in der Atmosphäre verbrennen und dabei wie Sternschnuppen aussehen werden. Und erinnert uns daran, dass unsere Fäkalien nicht zu Sternschnuppen werden – falls das jemand vergessen haben sollte.

Für ein Jahr ins All

Doch wie genau wird Astronauten-Kot zu Sternschnuppen? Es ist schliesslich nicht so, dass unten an der ISS eine Klappe wäre, aus der das Häufchen plumpsen und danach gegen die Erde zuschweben würde.

Verrichtet ein Astronaut auf der ISS sein grosses Geschäft, wird sein Kot mit Unterdruck in einen Spezialbeutel gesaugt. Dieser wird verschlossen und in einem Aluminium-Behälter gelagert. Ist der Behälter voll, wird er in einen russischen Progress-Raumfrachter gebracht. Die Progress-Module versorgen die ISS mit Nachschub. Danach werden sie mit 1000 bis 1700 Kilo Abfall und Fäkalien gefüllt und in der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht.

Wer diesen Vorgang von der Erde aus beobachtet, sieht tatsächlich eine Art Sternschnuppe am Himmel aufleuchten, die nicht nur, aber auch, aus Astronauten-Kot besteht.

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