Aktualisiert 11.03.2014 17:14

Stanislas WawrinkaAus Federers Schatten zum Superstar

Stanislas Wawrinka strotzt in Indian Wells nur so vor Selbstbewusstsein. Der Triumph an den Australian Open hat den Romand verändert. Vom «Chrampfer» ist er zum Star gereift.

von
Franziska Burkhard

2014 ist bisher das Jahr von Stanislas Wawrinka. Nachdem er sich im Januar an den Australian Open seinen ersten Grand-Slam-Sieg sicherte, läuft es nun auch beim ATP-1000-Masters in Indian Wells rund. In der 3. Runde fegte er Andreas Seppi 6:0, 6:2 vom Platz. Es war eine Demonstration der Stärke. Der Romand jagte seinen Gegner fast pausenlos über den Platz und liess keine Zweifel daran aufkommen, dass er den 13. Sieg in Folge alleine in diesem Jahr einfahren würde.

Die Form von Wawrinka stimmt also weiterhin. Ausserdem liess er sich – zumindest bislang – vom gestiegenen Druck seines Grand-Slam-Erolgs nicht aus dem Konzept bringen. In Indian Wells wirkt er fokussiert, gleichzeitig aber auch entspannt. Etwas, was man früher vom Romand nicht kannte. Stets war er der hart arbeitende Marathon-Mann, dem die grossen Erfolge verwehrt blieben. 2014 aber ist er ein Strahlemann, der mit einem Lächeln im Gesicht das dichte Programm absolviert, das einem Grand-Slam-Sieger beim nächsten grossen Auftritt nach dem Triumph blüht.

Mit Freude absolviert er Autogrammstunden, besucht NHL-Spiele und posiert mit Stars und gibt zahlreiche Interviews. Nur etwas mag er nicht mehr hören. Die Frage danach, wie es sich anfühlt, vor Roger Federer klassiert zu sein. Er spult darauf immer die gleiche Antwort ab. Federer sei der Beste aller Zeiten, und deshalb kümmere es ihn nun wenig, dass er in der Weltrangliste vor seinem Landsmann stehe.

Das Ende der «Fabulous Four»?

Der Aufstieg Wawrinkas aber deutet auf etwas hin: Die Zeit der «Fabulous Four», als Nadal, Djokovic, Murray und Federer die Konkurrenz beinahe nach Belieben dominierten, ist vorbei. Insbesondere Federer und Murray glänzten in den letzten Monaten nur noch selten, aber auch Nadal und Djokovic treten nicht mehr so dominant wie früher auf und verabschieden sich gelegentlich auch mal ohne Finalteilnahme aus einem Turnier.

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