Aktualisiert 18.12.2008 19:24

Tierarzt an der GrenzeAus für Schweinesuppe besiegelt

Am 1. Januar werden die grenztierärztlichen Kontrollen an den Grenzen zur Europäischen Union abgeschafft. Damit ist in drei Jahren endgültig Schluss mit dem Verfüttern von Schweinesuppe.

Diskussionslos stimmten die EU-Agrarminister dem Abbau der Handelshürden und der Vereinfachung der Transporte zwischen der Schweiz und der EU zu. Im Zuge der Verhandlungen musste die Schweiz jedoch die Fütterung von Schweinesuppe definitiv verbieten - handelte aber eine Übergangsphase von drei Jahren aus.

Hormonbehandeltes US-Beef bleibt zugelassen

Ein weiterer Knackpunkt in den Verhandlungen war der unterschiedliche Umgang mit US-Beef. Die EU verbietet den Import von hormonbehandeltem Fleisch - und ist damit im Streit mit den USA vor der Welthandelsorganisation (WTO).

In der Schweiz ist die Einfuhr zugelassen, sofern keinerlei Hormonrückstände nachweisbar sind; es besteht nur eine Deklarationspflicht.

Und dies wird so bleiben, wie Marcel Falk vom Bundesamt für Veterinärwesen auf Anfrage ausführte. Basierend auf der Rückverfolgbarkeit müsse aber sichergestellt werden, dass diese Produkte nicht in die EU exportiert werden.

Gefahr von Strafzöllen

Diese Ausnahme sei wichtig, betonte er, denn sonst hätten der Schweiz möglicherweise Strafzölle gedroht - wovon auch die weitaus grösseren Märkte wie Pharmaprodukte oder Uhren hätten betroffen sein können.

Formell wird der Gemischte Veterinärausschuss nach der EU- Zustimmung nun die neuen Regeln am 23. Dezember beschliessen. Ab 1. Januar werden dann grenztierärztliche Kontrollen in der Schweiz nur bei Importen von ausserhalb der EU durchgeführt werden -konkret also an den Flughäfen.

(sda)

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