Das Portal ist zurück: Aus Movie2k.to wird Movie4k.to

Aktualisiert

Das Portal ist zurückAus Movie2k.to wird Movie4k.to

Totgesagte leben länger, auch im Internet. Auf Geheiss des Staatsanwalts wurde das Filmportal Movie2k.to vom Netz genommen. Wenige Tage später ist es zurück – inklusive Kampfansage.

von
rey
Das Portal war nicht mal eine Woche offline – und schon ist es unter neuem Namen zurück.

Das Portal war nicht mal eine Woche offline – und schon ist es unter neuem Namen zurück.

Letzten Mittwoch verschwand das populäre Filmstreaming-Portal Movie2k.to spurlos vom Internet. Auf Blogs und Social Media wurde spekuliert, was die Ursache dafür sein könnte. Ein Hacker-Angriff? Oder die Polizei? Gemäss Informationen der «Welt.de» soll die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hinter der Abschaltung der Seite stecken. Diese ermittelt seit längerem im Bereich illegaler Streaming-Angebote.

20-Minuten-Leser zeigten sich in der Kommentarspalte entspannt und zuversichtlich, dass die Durststrecke für Filmfans bestimmt nur kurz sein würde. Und sie hatten recht: Seit gestern ist die Seite unter dem Namen Movie4k wieder online. Mit Ausnahme des Namens hat sich nichts geändert, die Website ist eine 1:1-Kopie von Movie2k.to.

«Ihr könnt den Willen der Menschen nicht unterdrücken!»

Etwas ist neu: Ein Stinkefinger mit der Unterschrift «F**k Police». Unter dem Link wenden sich die Betreiber der Seite an die Öffentlichkeit. «Niemand sollte die Macht haben, jemanden wegen Geld zu richten», schreiben sie. Die Website sei das Resultat eines kollektiven Bedürfnisses nach kostenfreien Medien.

Dem Staat müsse klargemacht werden, dass Verletzungen von Copyright-Gesetzen keinesfalls mit Gewaltakten oder sogar Mord gleichzusetzen sind. «Wieso sitzen Raubkopierer 5 Jahre im Gefängnis, während Kinderschänder mit einer Strafe von 22 Monaten auf Bewährung frei kommen?» fragen die Betreiber von Movie4k.to rhetorisch.

Der Kampf der Behörden gegen illegale Streaming-Portale sei aussichtslos. «Geht eine Seite offline, kommen in den nächsten Tagen fünf neue.» Die Betreiber fordern die Industrie und die Politik auf, den Einfluss der neuen Medien zu akzeptieren. «Ihr könnt den Willen der Menschen nicht unterdrücken!»

Deine Meinung