Genderneutrale Sprache: Aus «Schwimmer» werden auf Zürcher Hinweistafeln «Schwimmende»

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Genderneutrale SpracheAus «Schwimmer» werden auf Zürcher Hinweistafeln «Schwimmende»

Der Stadtrat will Schilder und Tafeln, die geschlechterspezifische Bezeichnungen beinhalten, schrittweise ersetzen. Der Grund: Die Inklusion von non-binären Menschen.  

von
Michelle Ineichen
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Schilder wie dieses soll es in der Stadt Zürich bald nicht mehr geben.

Schilder wie dieses soll es in der Stadt Zürich bald nicht mehr geben.

Privat
Das wegen der geschlechterspezifischen Bezeichnung. Die Stadt Zürich will solche Schilder schrittweise ersetzen.

Das wegen der geschlechterspezifischen Bezeichnung. Die Stadt Zürich will solche Schilder schrittweise ersetzen.

Tamedia/Reto Oeschger 
Bereits Anfang Juni hat die Stadt Zürich mitgeteilt, dass in behördlichen Texten neu der Genderstern oder geschlechtsneutrale Formen verwendet werden.

Bereits Anfang Juni hat die Stadt Zürich mitgeteilt, dass in behördlichen Texten neu der Genderstern oder geschlechtsneutrale Formen verwendet werden.

Tamedia/Nicola Pitaro

Darum gehts

  • Die Stadt Zürich will alle Schilder und Tafeln mit genderneutraler Sprache versehen. 

  • Der Austausch der Beschilderungen soll schrittweise erfolgen.

  • Mit der Änderung will die Stadt ein Zeichen der Toleranz setzen.

«Nur für Schwimmer» soll zu «nur für Schwimmende» werden: Hinweis- oder Orientierungstafeln, die geschlechterspezifische Bezeichnungen beinhalten, sollen in der Stadt Zürich ersetzt werden. Damit will man die gendergerechte Sprache im Alltag fördern. Zuerst berichtete das Online-Magazin Todernst.ch darüber.

Bereits Anfang Juni hat die Stadt Zürich mitgeteilt, dass in behördlichen Texten neu der Genderstern oder geschlechtsneutrale Formen verwendet werden. Laut Lukas Wigger, Sprecher des Präsidialdepartements der Stadt Zürich, sollen künftig aber auch Texte auf Tafeln im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung gendergerecht geschrieben werden.

Der Grund für die Änderung: «Die Inklusion von non-binären Menschen ist uns sehr wichtig», so Wigger. Durch diese sprachliche Eingliederung wolle die Stadt ein Zeichen der Akzeptanz setzen.  Ob bereits Tafeln ausgetauscht wurden, ist nicht bekannt: «Es gibt keine stadtweite Übersicht über allfällige, auf Grund des revidierten Reglements angepasste Hinweisschilder», so Wigger.

Schrittweiser Austausch

Gemäss Manuela Schläpfer, Sprecherin des Stadtzürcher Sportamts, soll der Austausch der Beschilderungen, wie im Reglement vorgesehen, schrittweise erfolgen. «Die Tafeln und Schilder auf den Sportanlagen werden dann ausgetauscht, wenn es ohnehin nötig ist. Sie werden beispielweise ersetzt, wenn sie nicht mehr lesbar sind, es eine inhaltliche Änderung gibt oder bauliche Massnahmen vorgenommen werden müssen.» Bei allen neu produzierten Tafeln werde jedoch ab sofort eine genderneutrale Schreibweise angewendet.

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