Ausbruch wie im Film: Häftlinge graben Loch in Mauer
Aktualisiert

Ausbruch wie im Film: Häftlinge graben Loch in Mauer

Manchmal imitiert das Leben die Kunst: Zwei Häftlinge sind aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat New Jersey ausgebrochen. Dabei gingen sie vor wie im Film «The Shawshank Redemption». Sie gruben ein Loch in die Mauer und tarnten es mit Pinup-Fotos.

Der Ausbruch ereignete sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft in den frühen Morgenstunden des letzten Samstags. Der 20-jährige José Espinosa, angeklagt wegen Totschlags, und der 32-jährige Otis Blunt, inhaftiert wegen eines Raubüberfalls, waren aus dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses in Elizabeth geflohen. Zurück liessen sie eine Notiz, in der sie einem namentlich genannten Wachmann für die Mithilfe beim Ausbruch dankten und allen «frohe Festtage» wünschten.

Der ermittelnde Staatsanwalt wollte zum Wachmann keine Stellung nehmen; Abklärungen seien im Gang. Sicher ist, dass Espinosa und Blunt erst die Wand zwischen ihren Zellen durchbrochen und sich danach durch die 50 Zentimeter dicke, aus Zementblöcken bestehende Aussenwand gegraben hatten. Dazu benutzten sie ein Stück Draht und zum Zerkleinern der Blöcke das stählerne Verschlussrad einer Wasserleitung. Getarnt wurden die Löcher in den Wänden mit Fotos leicht bekleideter Frauen.

Das Vorgehen entspricht weitgehend jenem, das im Film «The Shawshank Redemption» («Die Verurteilten») mit Tim Robbins und Morgan Freeman angewendet wird. Robbins spielt einen unschuldig wegen Mordes verurteilten Mann, der sich in jahrelanger Arbeit durch eine meterdicke Mauer in die Freiheit gräbt und das Loch mit einem Poster der Hollywood-Diva Rita Hayworth tarnt.

Die Ausbrecher von New Jersey sind nach wie vor auf der Flucht. Nach erfolgreicher Grabung waren sie auf ein unter der Zelle befindliches Dach gesprungen, von dort aus über eine mit rasiermesserscharfem Draht bestückte Mauer geklettert und auf einem Bahngleis gelandet. Danach haben sie sich anscheinend getrennt.

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