«Arbeit macht frei»: Auschwitz-Schild für britischen Nazi-Freund?
Aktualisiert

«Arbeit macht frei»Auschwitz-Schild für britischen Nazi-Freund?

Hinter dem Diebstahl des Schriftzuges «Arbeit macht frei» vom Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Auschwitz steckt angeblich ein wohlhabender britischer Nazi-Sympathisant.

Handout Bild der polnischen Polizei. Ein Beamter bringt einen Teil des in Krakau wiedergefundenen Schriftzugs in Sicherheit.

Handout Bild der polnischen Polizei. Ein Beamter bringt einen Teil des in Krakau wiedergefundenen Schriftzugs in Sicherheit.

Das Schild sei gestohlen worden, um es an einen wohlhabenden Sammler von Nazi-Erinnerungen in Grossbritannien zu verkaufen. Der Schriftzug sollte demnach über eine Gruppe schwedischer Rechtsextremisten weiter an den Sammler gehen, berichtet das britische Boulevardblatt «Sunday Mirror».

Das Boulevardblatt beruft sich auf eine nicht näher genannte Quelle in Schweden, wonach der Brite seine Kontakte in die Neonazi-Szene spielen liess und kundtat, viel Geld für das Schild zahlen zu wollen. Demnach sollte das Schild in einem Keller in Stockholm versteckt und dort von dem Briten abgeholt werden. Mit dem Geld des Sammlers hätten Neonazis Anschläge in Schweden finanzieren wollen.

Bereits am Mittwoch hatten Medien berichtet, dass der schwedische Geheimdienst nach Hintermännern des Diebstahls sucht. Ein Sprecher des polizeilichen Geheimdienstes bestätigte allerdings nur, dass Berichten über angebliche Pläne für Anschläge schwedischer Neonazis nachgegangen werde.

Die historische Aufschrift zur Verhöhnung der Gefangenen war in der Nacht zum 18. Dezember entwendet worden. Fünf mutmassliche Diebe wurden drei Tage später festgenommen. Der beschädigte Schriftzug wurde in einem Wald gefunden. (sda)

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