Muttenz BL: Ausgangssperre im Asylzentrum Feldreben
Aktualisiert

Muttenz BLAusgangssperre im Asylzentrum Feldreben

Weil ein Bewohner des Bundesasylzentrums an Meningokokken-Meningitis erkrankte, wurden Vorsichtsmassnahmen ergriffen. Einige Personen bekamen prophylaktisch Antibiotika.

von
sis
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Ein Asylbewerber aus dem Bundesasylzentrum Muttenz hat sich mit der hochansteckenden Meningokokken-Meningitis infiziert.

Ein Asylbewerber aus dem Bundesasylzentrum Muttenz hat sich mit der hochansteckenden Meningokokken-Meningitis infiziert.

Keystone/Georgios Kefalas
Wegen der Infektion wurden die Bewohner des Asylzentrum gebeten, dieses für 24 Stunden nicht zu verlassen. Zudem bekamen alle Kontaktpersonen laut dem kantonsärztlichen Dienst prophylaktisch Antibiotika.

Wegen der Infektion wurden die Bewohner des Asylzentrum gebeten, dieses für 24 Stunden nicht zu verlassen. Zudem bekamen alle Kontaktpersonen laut dem kantonsärztlichen Dienst prophylaktisch Antibiotika.

Keystone/Georgios Kefalas

In Muttenz ging Anfang der Woche das Gerücht um, das Asylzentrum Feldreben stünde unter Quarantäne. Wie die Basellandschaftliche Zeitung «bz» berichtet, wurde die Angelegenheit sogar an der Gemeindeversammlung am 20. März thematisiert.

Das Gerücht konnte sich jedoch nur halb bewahrheiten. Tatsächlich habe sich ein Asylbewerber mit der hochansteckenden Meningokokken-Meningitis infiziert. Eine Quarantäne wurde jedoch nicht veranlasst. Man habe die Bewohner des Asylzentrums aber gebeten, dieses für die nächsten 24 Stunden nicht zu verlassen. Weitere Personen seien nicht betroffen.

Gegenüber der Zeitung sagte der kantonsärztliche Dienst, dass «alle Kontaktpersonen prophylaktisch mit Antibiotikagaben behandelt wurden». Die Erreger würden sich schnell via Tröpfcheninfektion verbreiten.

Rund 60 Meningokokken-Erkrankungen jährlich

Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommt es in der Schweiz jährlich zu etwa 60 schweren Meningokokken-Erkrankungen. Davon seien vor allem Kleinkinder und Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren betroffen.

Meningokokken-Erkrankungen treten weltweit auf, häufen sich aber insbesondere in der Sub-Sahara in Afrika, welche auch Meningitisgürtel genannt würde, heisst es auf der Homepage des BAG.

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