Dürnten ZH: Ausgebüxte Schafe halten Dorf monatelang auf Trab
Aktualisiert

Dürnten ZHAusgebüxte Schafe halten Dorf monatelang auf Trab

Zwei Schafe hauen im letzten Oktober von einem Hof nahe Dürnten ab und schlendern seither durch das Dorf. Die Besitzer können die Tiere nicht einfangen.

von
ced
Kälte kann Kamerunschafen kaum etwas anhaben, darum kommen sie auch im Winter im Freien zurecht.

Kälte kann Kamerunschafen kaum etwas anhaben, darum kommen sie auch im Winter im Freien zurecht.

Kein Anbieter/Wikipedia/Neozoon

Die Gemeinde Dürnten hat seit vier Monaten zwei neue Maskottchen: Sie sind behörnt, haben ein braunes Fell und sind auf vier Beinen unterwegs. Die Rede ist von zwei Kamerunschafen, die im Oktober letzten Jahres aus dem Nichts auftauchten und seither die Einwohner erfreuen.

Laut dem Zürcher Oberländer scheinen sich die Tiere im Dorf wohlzufühlen. So legen sie sich auf die Quartierstrassen und zotteln über Sitzplätze und durch private Gärten. Gewissen Anwohnern fressen sie bereits aus der Hand. Nur vom Besitzer fehlt bislang jede Spur.

Besitzer konnte Schafe nicht einfangen

Wie der «Zürcher Oberländer» schreibt, sorgen sich diverse Dorfbewohner über das Wohlergehen der Schafe und kritisieren, dass sie auch nach vier Monaten noch nicht eingefangen und abgeholt wurden. Auch die Untätigkeit der Gemeinde können viele nicht nachvollziehen.

Die stellvertretende Gemeindeschreiberin Brigit Frick klärt auf: Da die Schafe einem privaten Besitzer gehören, stünden sie nicht in der «Obhut» der Gemeinde. Dem Besitzer sei es bislang leider nicht gelungen, die Schafe wieder einzufangen. Er sei jedoch über den Aufenthaltsort der Tiere informiert und werde mit Unterstützung einer Fachperson erneut versuchen, die Schafe einzufangen.

Schafen geht es gut

Sollte dies wiederum nicht ­gelingen, so gebe es noch die Möglichkeit, die Schafe zu narkotisieren, um sie einfangen und transportieren zu können, sagt Frick zum «Zürcher Oberländer».

Laut den Besitzern müssen sich die Bewohner von Dürnten unterdessen keine Sorge um die Tiere machen. Man stehe in engem Kontakt mit den Behörden, dem Wildhüter und dem Pächter der Wiese, auf der die Schafe zurzeit grasten. «Wahrscheinlich haben sie es nirgendwo schöner als in Freiheit», sagt ein Besitzer.

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