Grenzgänger: Ausgebüxter Panther streunt durch Luxemburg
Aktualisiert

GrenzgängerAusgebüxter Panther streunt durch Luxemburg

Ein schwarzer Panther, der seit September im französisch-belgischen Grenzgebiet umherstreift, hat offensichtlich die Grenze nach Luxemburg überquert. In den vergangenen Tagen gingen bei der luxemburgischen Polizei mehrere Anrufe von Zeugen ein, die die freilaufende Raubkatze gesehen haben wollen.

«Jetzt sorgt der Panther in Luxemburg für Aufregung», sagte Polizeisprecher Charles Manderscheid am Montag. Am Sonntag hatte eine Anwohnerin das Tier angeblich im südwestluxemburgischen Niederkerschen (Kanton Kapellen) gesichtet. Eine sofort eingeleitete Suche mit Polizei-Helikopter und Wärmebildkamera war allerdings erfolglos geblieben.

Am Montag meldete sich eine Zeugin, die das Raubtier am Wochenende in einem waldreichen Vorort der luxemburgischen Hauptstadt bemerkt haben wollte.

Wo die Raubkatze herkommt, ist völlig unklar. Zunächst hatte die Luxemburger Polizei angegeben, das Tier sei Ende August wohl aus einem privaten Zoo im nordostfranzösischen Amnéville ausgebrochen. Dem widersprach aber der Direktor des Tierparks. Das ausgebüxte Tier könnte von einem Privatbesitzer stammen.

Die Jäger freuts

Der Panther war in den vergangenen Wochen immer wieder an verschiedenen Orten in Lothringen und Ostbelgien gesehen worden. Da jetzt Jagdsaison sei, gehe er davon aus, dass der Panther eine begehrte Jagdtrophäe werden könnte, sagte der Polizeisprecher.

Wenn das Tier von Menschen aufgezogen worden sei, stelle es keine direkte Gefahr dar, sagte Zoodirektor Louis. Dennoch sollte man sehr vorsichtig sein und sich ruhig verhalten, wenn man ihm begegne.

Die Polizei ist gleichzeitig vor Falschmeldungen gewarnt. Am Montagnachmittag wurden die Beamten wegen des Ausreissers erneut nach Niederkerschen gerufen. Fehlalarm: «Es war nicht der Panther, sondern eine grosse schwarze Katze mit weissen Pfoten, die gesehen wurde», sagte der Sprecher.

(sda)

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