Aktualisiert 05.06.2014 19:33

Haft für Besitzerinnen

Ausgehungerter Hund frisst Nachbarn auf

In Liverpool wurden zwei Frauen zu 12 Monaten Haft verurteilt: Sie hatten ihren Hund tagelang nicht gefüttert, worauf dieser einen Rentner bei lebendigem Leib zerfleischte.

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Es war ein kurzer Prozess: Am Dienstag wurden Hayley Sulley und Della Woods aus Norris Green im britischen Liverpool zu 12 Monaten Haft verurteilt. Die beiden Frauen hatten sich schuldig bekannt, ihren Hund Charlie über 45 Stunden nicht gefüttert zu haben. Der ausgehungerte Vierbeiner war in den Garten des Nachbars eingedrungen und hatte diesen attackiert. Der 79-jährige Clifford Clark verstarb kurz danach an den Folgen seiner Verletzungen.

Die 30-jährige Sulley und die 29-jährige Woods erklärten dem Richter, dass sie ihre drei Hunde in ihrem Haus eingesperrt hatten, während sie zu Besuch bei Freunden waren. Der Dogo-Canario-Mischling Charlie hatte sich in der Zwischenzeit von Plastikbeuteln und Zigarettenstummeln «ernährt».

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Polizist musste zweimal schiessen

Der Hund sei danach unerlaubt auf Clarks Grundstück gerannt, schreibt «The Independent». Die Tür zur Küche, in der der Rentner gerade sein Nachtesssen kochte, stand offen. Der Hund ging darauf auf den Senior los, riss ihm einen Arm komplett ab und liess den anderen «an einem dünnen Faden» hängen, hiess es vor Gericht.

Die alarmierte Polizei musste zweimal auf den aggressiven Hund schiessen, um die Attacke zu beenden. «Nachdem wir einmal auf den Hund geschossen hatten, stand er nochmals auf, um uns anzugreifen», erzählte einer der Beamten. «So etwas hab ich noch nie erlebt», sagte er am Schluss.

Die Autopsie des Tieres zeigte, dass der Hund «jede Menge Gewebe hinuntergeschluckt hatte». Für Richter Brown war damit klar: «Das Opfer wurde lebend aufgefressen.» Er verdonnerte die beiden Frauen nicht nur zu einer Haftstrafe, er verbot ihnen auch, jemals wieder ein Haustier zu besitzen.

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