Ausgerastet: 007 schoss scharf gegen Bush-Politik
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Ausgerastet: 007 schoss scharf gegen Bush-Politik

20 Minuten war vor Ort, als 007-Darsteller Pierce Brosnan an einer Pressekonferenz plötzlich die USA von George W. Bush attackierte. Trotzdem will der gebürtige Ire Amerikaner werden.

Als James Bond kämpft er für seine Regierung. Als Privatmann schiesst Schauspieler Pierce Brosnan gegen sie. Zumindest gegen die von US-Präsident George W. Bush. Bei der Präsentation seines neuen Films «Laws of Attraction» brachte der Name Bush den sanften Beau in Rage: «Seit dieser Mann an der Macht

ist, herrscht nur noch Angst!» Brosnan war nicht mehr zu bremsen, sehr zum Entsetzten seiner Pressedame. Eigentlich sei er gar nicht politisch, aber die Machenschaften von Bush und Co. hätten ihn aufgerüttelt. «Nicht einmal mehr den Medien kann man glauben, die stehen alle unter der Fuchtel des Weissen Hauses.»

Trotzdem will der 51-Jährige bald die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen: «Ich lebe seit 23 Jahren in den USA, habe eine amerikanische Frau und drei amerikanische Kinder. Deshalb will ich hier eine Stimme haben.» Er hat sogar eine sechsstellige Summe an den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry überwiesen. Brosnans ungebremster Redefluss machte seine PR-Dame so wütend, dass sie ihn zurechtwies. Der Ire liess sich nicht beeindrucken und erklärte trocken: «Wenn ich des Landes verwiesen werde, wissen Sie warum!» Die Pressefrau verliess daraufhin den Raum. Hinter ihr knallte die Tür zu.

Simone Ott, Los Angeles

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