Unbekannter YB-Goalie – Ausgerechnet Rahmens Ex-Schützling soll den FCB verzweifeln lassen
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Unbekannter YB-GoalieAusgerechnet Rahmens Ex-Schützling soll den FCB verzweifeln lassen

Gegen den FC Basel kommt Nicholas Ammeter am Mittwochabend (20.30 Uhr) zu seinem Startelf-Debüt. FCB-Trainer Patrick Rahmen machte den 21-jährigen YB-Goalie einst zum Profi.

von
Lucas Werder
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Gegen den FCB dürfte Nicholas Ammeter das YB-Tor hüten.

Gegen den FCB dürfte Nicholas Ammeter das YB-Tor hüten.

Urs Lindt/freshfocus
Seit 2018 spielte Ammeter für die erste Mannschaft des FC Aarau.

Seit 2018 spielte Ammeter für die erste Mannschaft des FC Aarau.

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In der Saison 2019/2020 debütierte er unter Patrick Rahmen in der Challenge League.

In der Saison 2019/2020 debütierte er unter Patrick Rahmen in der Challenge League.

Marc Schumacher/freshfocus

Darum gehts

Der Knüller zwischen YB und Basel wird am Mittwochabend für Nicholas Ammeter ein ganz besonderes Spiel werden. Der 21-Jährige kommt nach den verletzungsbedingten Ausfällen von David von Ballmoos und Guillaume Faivre zu seinem Startelf-Debüt im YB-Tor. Ausgerechnet gegen den FCB muss Ammeter also zur Feuertaufe antraben. Eine Chance für die Basler? «Er ist ein junger Goalie, der sich entwickelt hat. Ihn als Schwachstelle auszumachen wäre falsch», meint Rahmen. Aber: «Es wird sicher schwierig für ihn. Der Druck ist da, aber auf beiden Seiten.»

Rahmen weiss, wovon er spricht. Während seiner Zeit in Aarau machte der heutige FCB-Coach Ammeter zu Beginn der Saison 2019/2020 zur Nummer 1, es waren dessen erste Porfi-Einsätze überhaupt. Doch das Experiment verlief für beide nicht nach Wunsch. Ein Jahr nach dem dramatischen Barrage gegen Xamax und dem so knapp verpassten Aufstieg landete der FC Aarau am Saisonende nur auf Platz acht. Schon einige Spiele zuvor musste Rahmen seinen Spind im Brügglifeld räumen.

Von der Ersatzbank zum Meister

Und Ammeter? Der hat seitdem kein einziges Meisterschaftsspiel für die Aarauer mehr bestritten. In eineinhalb Jahren steht lediglich ein Einsatz im Cup zu Buche. Doch im November klopfte plötzlich Meister YB an. Die Berner mussten auf den verletzungsbedingten Ausfall von David von Ballmoos reagieren und verpflichteten Ammeter leihweise bis zum Jahresende.

Dort könnte der 21-Jährige nun noch etwas länger bleiben. Wann Stamm-Goalie von Ballmoos zurückkehrt, ist noch unklar. Auch Faivre fällt mindestens bis nächstes Jahr aus. Gegen Basel und im letzten Spiel des Jahres in Lugano wird Ammeter so oder so im YB-Kasten stehen.

«Geht noch nicht um die Meisterschaft»

Obwohl es beim Duell zwischen YB und Basel für einmal «nur» das Spiel zwischen dem Tabellenvierten und dem Zweiten ist, geht es für beide Teams um so viel wie schon lange nicht mehr. Der FCB konnte nur eines der letzten fünf Super-League-Spiele gewinnen, bei YB sieht die Bilanz mit zwei Siegen aus sechs Spielen nicht viel rosiger aus. Zudem droht der starke FCZ an der Tabellenspitze immer weiter davonzuziehen.

«Am Mittwoch geht es aber noch nicht um die Meisterschaft», bleibt Patrick Rahmen cool. Der FCB-Trainer rechnet mit einer engen Affiche. Dass es für die Basler das dritte Spiel innert sieben Tage sei, dürfe keine Ausrede sein. «YB hat ein ähnlich strenges Programm hinter sich.»

32. Spiel der Saison

Damit trifft Rahmen ins Schwarze. Denn sowohl YB als der FCB haben seit Ende Juli unglaubliche 31 Spiele absolviert. Zieht man die drei Länderspielpausen noch ab, macht das ein Spiel alle rund dreieinhalb Tage. «Davon haben Zürich und Lugano sicher profitieren können», glaubt Rahmen.

Im für beide Mannschaften also 32. Spiel der Saison sieht Rahmen keinen klaren Favoriten. Die Statistik spricht allerdings eine deutliche Sprache: Den letzten Auswärtssieg auf dem Berner Kunstrasen feierte der FCB im Mai 2016. Damals stand beim FCB noch Urs Fischer an der Seitenlinie – und Yvon Mvogo im YB-Tor.

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