18.11.2020 12:01

Oberbüren SG«Ausgerissen, umgestossen, demoliert und abgeschraubt»

Wiederholt haben Unbekannte beim Biberlehrpfad in Oberbüren SG gewütet. Der aktuelle Schaden beläuft sich auf 3000 Franken. Nun hat der WWF St. Gallen Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

von
Tabea Waser
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Unbekannte haben erneut gewütet. 

Unbekannte haben erneut gewütet.

WWF St. Gallen
Beim Biberlehrpfad in Oberbüren SG werden regelmässig Tafeln und anderes beschädigt. 

Beim Biberlehrpfad in Oberbüren SG werden regelmässig Tafeln und anderes beschädigt.

WWF St. Gallen
Nun hat der WWF St. Gallen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. 

Nun hat der WWF St. Gallen Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

WWF St. Gallen

Darum gehts

  • Wiederholt haben Unbekannte beim Biberlehrpfad in Oberbüren SG gewütet.

  • Nun hat der WWF St. Gallen Anzeige erstattet.

  • Die Polizei ermittelt.

«Und schon wieder wurde in Oberbüren getobt», heisst es in einer Medienmitteilung des WWF St. Gallen. Bereits zum wiederholten Mal wurde Material des Biberpfads entlang des Uferwegs der Thur beschädigt. «Es wurde ausgerissen, umgestossen, demoliert, abgeschraubt und zerschlagen», heisst es weiter. Betroffen waren unter anderem diverse Infotafeln, ein Sichtrohr und eine geschnitzte Biberfigur. Der Schaden der jüngsten Verwüstung belaufe sich auf mindestens 3000 Franken.

Bedauernswert sei dies nicht nur aus finanzieller Sicht. Sehr schade sei es auch für die zahlreichen Besucher, die den Biberpfad zwischen Oberbüren und Niederbüren jährlich besuchen.

Anzeige erstattet

Da sich solche Vorfälle in den letzten Monaten häuften, will der WWF St. Gallen als Initiator und Mitfinanzierer des Lehrpfades nun ein Zeichen gegen «diesen respektlosen Trend» setzen. Vergangene Woche wurde deshalb Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Dies bestätigt Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage von 20 Minuten. «In solchen Fällen wird jeweils der Tatort gesichtet, um zu sehen, ob es noch verwertbare Spuren gibt», so Schneider. Das sei in diesem Fall aber schwierig, weil für die Taten ein ziemlich grosses Zeitfenster infrage komme. Auch die Patrouillentätigkeit zu erhöhen, sei in einem solchen Fall eine Möglichkeit.

Bei Sachbeschädigungen ist es laut Polizei wichtig, diese rasch zu reparieren. «Die Hemmschwelle, etwas zu zerstören, ist tiefer, wenn bereits etwas kaputt ist», so Schneider.

Die Initiatoren hoffen nun, dass die Täter künftige Sachbeschädigungen unterlassen. Immerhin sei mit der Erstellung des Pfads viel Leidenschaft, Zeit und Freiwilligenarbeit verbunden.

Wer Hinweise zu den Verwüstungen machen kann, soll sich direkt bei der Kantonspolizei St. Gallen melden.

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