Strafbefehl: Ausgeschaffter kommt zurück und verprasst Firmengeld im Casino 
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StrafbefehlAusgeschaffter kommt zurück und verprasst Firmengeld im Casino 

Ein mit einem Einreiseverbot verhängter Serbe kehrte mit gefälschtem Ausweis zurück. Bei seiner neuen Arbeitsstelle erhielt er eine Kreditkarte und verzockte damit Geld im Casino.

von
Leo Butie
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Ein Serbe, der mit einem Einreiseverbot verhängt wurde, kam mit einem gefälschten Pass zurück. Von der Kreditkarte seines neuen Arbeitgebers hob er Geld ab und verspielte es in Casinos.

Ein Serbe, der mit einem Einreiseverbot verhängt wurde, kam mit einem gefälschten Pass zurück. Von der Kreditkarte seines neuen Arbeitgebers hob er Geld ab und verspielte es in Casinos.

IMAGO/YAY Images
Den gefälschten Fahrausweis liess er beim Strassenverkehrsamt in einen Schweizer Fahrausweis umwandeln. Kurz darauf trat er eine Stelle als Chauffeur an.

Den gefälschten Fahrausweis liess er beim Strassenverkehrsamt in einen Schweizer Fahrausweis umwandeln. Kurz darauf trat er eine Stelle als Chauffeur an.

20min/Simon Glauser
Von der Firma erhielt er eine Kreditkarte. Von dieser hob er unerlaubt Bargeld ab und verspielte das Geld im Casino.

Von der Firma erhielt er eine Kreditkarte. Von dieser hob er unerlaubt Bargeld ab und verspielte das Geld im Casino.

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Darum gehts

Ein aus Serbien stammender Mann erhielt im Jahr 2018 ein zehnjähriges Einreiseverbot in die Schweiz. Dies hielt den Mann aber nicht davon ab, wieder in die Schweiz zurückzukehren, wo er sich vom 26. Januar 2022 bis 8. Juni 2022 wissentlich rechtswidrig aufhielt. 

Im Januar reiste der 47-Jährige über Deutschland in die Schweiz ein und meldete sich in einer Gemeinde in St. Gallen an. Zuvor liess er sich in seinem Heimatland für rund 7000 Euro gefälschte Ausweise sowie einen gefälschten Fahrausweis unter einem anderen Namen anfertigen. 

Kurz darauf erhielt der Mann eine Aufenthaltsbewilligung, wechselte den Fahrausweis in die Schweizer Version um und nahm eine Stelle als Chauffeur an. Im Zusammenhang mit seiner Stelle erhielt er auch eine Kreditkarte der Firma. 

Über 7000 Franken abgehoben

Wie dem Strafbefehl zu entnehmen ist, hob er mit der Kreditkarte wiederholt Bargeld ab und tätigte damit sonstige Einkäufe. Das abgehobene Bargeld verspielte er in Casinos. Knapp 7700 Franken zog er insgesamt von der Kreditkarte ab. Nach zwei Monaten tauchte der Serbe wieder unter.

Im Juni dieses Jahres wurde er schliesslich von der Kantonspolizei St. Gallen verhaftet. Der Mann wurde zu einer bedingten Geldstrafe wegen mehrerer Delikte im Zusammenhang mit seiner unerlaubten Einreise und dem Missbrauch der Kreditkarte verurteilt. Zudem muss er die Verfahrenskosten tragen und eine Busse von 900 Franken zahlen.

Der Mann sitzt nun in Ausschaffungshaft. Doch bevor er diese antreten konnte, musste ein gültiger Reisepass organisiert werden. Gegen den Strafbefehl kann Einsprache erhoben werden. 

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