Dicken SG: Ausgesetzter Nemo hat eine Familie gefunden
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Dicken SGAusgesetzter Nemo hat eine Familie gefunden

Welpe Nemo wurde nach Neujahr in der Kälte beim Wiler Weiher ausgesetzt. Danach kam er ins Tierheim in Dicken. Nun wurde für ihn ein neues Zuhause gefunden.

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taw

Nemo spielt am liebsten im Schnee und wird geknuddelt. (Video: Tanja Looser)

«Ende Februar bringen wir Nemo in seine neue Familie», erzählt Marcel Jung, Leiter des Büsi- und Papageienhofs in Dicken. Der Welpe wurde nach Neujahr beim Wiler Weiher im abgesperrten Geissengehege ausgesetzt. Anwohner Sebastian Koller hörte sein trauriges Jaulen und nahm den fast erfrorenen Welpen nach Hause. Danach kam er in den Büsi- und Papageienhof nach Dicken SG, wo er aufgepäppelt wurde. Im Sturm eroberte Nemo die Herzen der Mitarbeiter und schliesslich auch die der 20 Minuten-Leser.

Welpe wurde ausgesetzt

Video: luh

Über 200 Anfragen gingen per Mail und Telefon bei Jung ein. Alle wollten dem Hund ein neues Zuhause geben. «Ich habe aus all den Interessenten drei herausgesucht und näher angeschaut», sagt Jung. Er sei bei den Familien gewesen und habe sich dann für eine entschieden. Wo genau Nemo hinkommt, will er noch nicht sagen. Er verrät aber: «Er bleibt im Kanton St. Gallen und kommt in eine Familie mit Kindern und anderen Tieren.» Es passe alles perfekt.

Besuch der Welpenschule

Finder Koller habe sich erst selbst überlegt, Nemo bei sich aufzunehmen, wie die «Wiler Zeitung» schreibt. Er hätte als Finder ein Anrecht darauf. Der 28-jährige Tierarzt verzichtete aber wegen seiner nicht idealen Wohnsituation. Auch für Jung wird der Abschied von Nemo nicht leicht: «Natürlich tut das weh, zumal Nemo einen so herzerweichend ansehen kann. Aber wir können nicht alle Tiere behalten.» Und der Welpe habe die Chance auf ein schönes neues Zuhause verdient.

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Nemo liebt den Schnee.

Nemo liebt den Schnee.

zvg
Mit dem Zug war er auch schon unterwegs.

Mit dem Zug war er auch schon unterwegs.

zvg
Er ist inzwischen ganz schön gewachsen.

Er ist inzwischen ganz schön gewachsen.

zvg

Laut Jung ist Nemo inzwischen ganz schön gewachsen. «Es geht ihm sehr gut. Er war bereits beim Tierarzt und hat die nötigen Impfungen bekommen. Zudem besucht er eine Welpenschule.» Das sei wichtig, weil er der Mutter zu früh entrissen und so nicht sozialisiert wurde. Nun soll Nemo dort den Umgang mit anderen Hunden lernen.

Kommt aus dem Ausland

Der ursprüngliche Besitzer ist noch immer unbekannt. Dass er sich noch meldet, glaubt Jung nicht. Er vermutet, dass das Tier aus dem Ausland kommt. Bei dieser Rasse – es müsse sich um einen Herden-Schutzhund handeln – gebe es jeweils etwa zehn Junge in einem Wurf. Käme er aus der Schweiz, müssten noch mehr Jungtiere da sein und jemand hätte sich bei der grossen Medienpräsenz von Nemo wohl gemeldet.

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