Aktualisiert 02.10.2012 14:02

Alex Ferguson

«Ausländer machen häufiger Schwalben»

ManCitys Sergio Agüero findet, dass die englischen Referees ausländische Spieler benachteiligen. Darauf erklärt Alex Ferguson, dies sei nur so, weil Ausländer sich häufiger grundlos fallen lassen.

von
fbu

In England ist eine heisse Diskussion um Schiedsrichter-Entscheide entbrannt: Am Montag hat Manchester Citys Stürmer Sergio Agüero seinem Ärger Luft gemacht. Er warf den englischen Referees vor, ausländische Spieler zu benachteiligen.

Ausgangspunkt für die Kritik war ein umstrittener Elfmeter-Entscheid im Spiel gegen Fulham - trotz des 2:1-Sieges der Citizens. Fulham erhielt nach zehn Minuten einen umstrittenen Penalty zugesprochen, den der Ex-Basler Mladen Petric verwandelte. Penalty-Forderungen von Agüeros Mitspieler und Landsmänner Carlos Tevez und Pablo Zabaleta wurden hingegen abgewunken. Der Argentinier fand das nicht richtig und äusserte deshalb vorsichtig Kritik: «Hier in England spielen fast so viele Ausländer wie englische Spieler. Die Engländer werden aber ein kleines bisschen bevorteilt.»

Fergusons provokative Antwort

In der Folge meldet sich nun Sir Alex Ferguson, Trainer des Lokalrivalen Manchester United, zu Wort: «Es lohnt sich nicht, über dieses Thema zu diskutieren, weil es seit Jahren viele Spieler gibt, die eine Schwalbe machen – und man muss sagen: vor allem ausländische».

Fakt ist, lediglich drei von 17 gegebenen Penaltys in der laufenden Premier-League-Saison sind bisher nach Fouls an englischen Spieler gepfiffen worden. Richtigen Tiefgang scheint der Vorwurf von Agüero also nicht zu haben. Allerdings sind die Angreiferpositionen in der höchsten englischen Liga häufig von Ausländern besetzt. Dass diese mehr Penaltys herausholen, erstaunt also wenig.

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