Misstrauen im Connyland: Ausländische Experten sollen Delfintod klären
Aktualisiert

Misstrauen im ConnylandAusländische Experten sollen Delfintod klären

Der Tod der beiden Delfine lässt das Connyland nicht los. Am Zürcher Gutachten zweifeln sie nach wie vor. Jetzt sollen ausländische Delfinexperten den Fall aufrollen.

von
ann

Innerhalb einer Woche sind im November 2011 die beiden Delfine Chelmers und Shadow gestorben. In einem Gutachten kommt die Uni Zürich zum Schluss, dass die beiden Delfine durch die Verabreichung eines Antibiotikums getötet wurden. Doch das glauben die Verantwortlichen des Connylands auch gut drei Monate nach dem Tod nicht.

«Im Gutachten gibt es viele Ungereimtheiten, darum sind die Ergebnisse fragwürdig», sagt Erich Brandenberger, Manager des Connyland, gegenüber 20 Minuten Online. Vor Kurzem hat er die zwei Bundesordner fassenden Unterlagen zur Untersuchung der Todesursache der beiden Delfine erhalten. Darin kommen die Experten der Verterinärpathologie gemäss Brandenberger zum Schluss, dass die Delfine an einer Gehirnläsion (Verletzung von Gehirnteilen Anm. der Red.) gestorben sind, die mutmasslich durch Antibiotika ausgelöst worden sei.

Tote Delfine im Connyland

«Wir wollen neutrale, unabhängige Experten»

Für Brandenberger ist klar, dass sich auch die Veterinärmediziner nicht sicher sind und über die Todesursache nur mutmassen könnten. «Wir wollen darum Klarheit schaffen und neutrale, unabhängige Delfin-Experten aus dem Ausland mit den Untersuchungen beauftragen», sagt der Connyland-Manager.

Konkret geht es ihm immer noch um den Verdacht der Vergiftung, die vom Labor in Zürich wie auch von der Gerichtsmedizin in St. Gallen nicht untersucht worden sei. Brandenberger sagt, der Veterinärpathologie seien konkrete Giftsubstanzen genannt worden. Diese habe geantwortet, in der Schweiz würden keine Verfahren existieren, um nach diesen Substanzen suchen zu können. «Wir wollen nun Experten finden, die diese Untersuchungen machen können», sagt Brandenberger.

Sondierungen in den Internationalen Delfinkreisen zur Ortung möglicher Experten hätten schon stattgefunden.

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