Tourismusprojekte: Ausländische Gross-Investoren geben auf

Aktualisiert

TourismusprojekteAusländische Gross-Investoren geben auf

Kapitalgeber aus dem Ausland haben in den vergangenen Jahren verschiedene grosse Tourismusprojekte angekündigt. Doch was mit viel Elan angegangen wurde, endet im Katzenjammer.

von
Leo Hug
Die harzenden und gar nicht erst realisierten Projekte ausländischer Grossinvestoren lassen in Davos, Adelboden und Andermatt Katzenjammer aufkommen.

Die harzenden und gar nicht erst realisierten Projekte ausländischer Grossinvestoren lassen in Davos, Adelboden und Andermatt Katzenjammer aufkommen.

Der Schweizer Tourismus wird nicht so bald von Arabern und Chinesen übernommen. Ausländische Investoren haben in den letzten Jahren verschiedene grossartige Projekte angekündigt. Nun verschwinden verschiedene sang- und klanglos.

In Davos etwa liessen chinesische Privatinvestoren die Bevölkerung glauben, sie würden in das Areal des «Derby»-Hotels 100 Millionen Franken investieren. Doch dann wurde es still um das Projekt. Jetzt gibt der Davoser Landammann Hans Peter Michel zu, dass die Chance auf eine Realisierung klein ist.

Offene Rechnungen

In Adelboden hoffte man lange auf ausländische Investoren arabischer Herkunft. Angeblich wollten sie rund 140 Mio. Franken in ein öffentliches Spa samt Hotel investieren. Doch bislang blieb die Swiss Spa Group (SSG) auf unbezahlten Rechnungen sitzen.

Zurzeit weiss niemand, was aus der maroden Immobilie in Adelboden mit alter Kunsteisbahn und längst geschlossenem Hallenbad werden soll. «Wir sind mit mehreren Interessenten in Verhandlungsgesprächen», war von der SSG-Sprecherin Almut Marschner zu erfahren.

Nicht mehr erste Wahl?

Die Schweiz scheint nicht mehr erste Wahl für Tourismusprojekte zu sein. Darauf deutet auch der schleppende Verkauf der Wohnungen und Villen im Tourismus-Ressort von Samih Sawiris in Andermatt hin.

Trotzdem bleibt Robert Weinert von der Immobilienberatung Wüest und Partner optimistisch. «Ich habe eher den Eindruck, dass touristische Projekte auch in Zukunft für ausländische Investoren interessant bleiben.»

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