Aktualisiert 28.03.2011 10:20

SyrienAusländische Journalisten vermisst

Im Norden Syriens sind zwei ausländische Journalisten als vermisst gemeldet worden. Zu den Mitarbeitern von Reuters bestehe seit Samstag kein Kontakt mehr.

Ein Reuters-Vertreter wolle zu Gesprächen mit der syrischen Regierung nach Damaskus reisen. Nach unbestätigten Angaben aus syrischen Oppositionskreisen sollen Sicherheitskräfte die Journalisten festgenommen haben.

Die Chefredaktion forderte die syrische Staatsführung auf, die Sicherheit der beiden Libanesen sicherzustellen. Erst am Samstag hätten die syrischen Behörden einen Reuters-Korrespondenten mit der Begründung ausgewiesen, er habe «unprofessionell und falsch» über die Proteste gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad berichtet.

In den vergangenen Tagen waren zahlreiche ausländische Journalisten an der Einreise nach Syrien gehindert worden, obwohl sie gültige Visa besassen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte am Freitag die Zensur nationaler und ausländischer Medien durch die syrischen Behörden scharf verurteilt.

In Syrien finden seit Mitte März Proteste gegen die Regierung von Assad statt. Seitdem wurden bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in den vergangenen zwei Wochen nach offiziellen Angaben mehr als 30 Menschen in mehreren Städten getötet. Aktivisten sprechen von mehr als 120 Todesopfern.

(sda)

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