Aktualisiert 18.12.2008 22:04

Attraktiver StandortAusländische Unternehmen schufen 3417 neue Stellen

Während Schweizer Unternehmen ihre Investitionen im Ausland zurückfahren, zieht es immer mehr ausländische Firmen in die Schweiz – und diese schaffen viele Arbeitsplätze.

von
Claude Weill

Nach den jüngsten Zahlen der Nationalbank sind die Kapitalexporte von Schweizer Firmen ins Ausland im letzten Jahr von 95 auf 60 Milliarden Franken zurückgegangen. Im Gegenzug investierten ausländische Unternehmen in der Schweiz mit 59 Milliarden Franken – so viel wie noch nie. Der Personalbestand ausländischer Unternehmen stieg denn auch um gut 21 800 auf 374 600 Personen. Das entspricht einer Zunahme von 6,2 Prozent. 512 neue Unternehmen zogen 2008 zu, wodurch 3417 neue Stellen geschaffen wurden.

«Damit erweist sich die Schweiz weiterhin als attraktiver Wirtschaftsstandort», sagt Thomas Unseld von der Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren. Ausländische Multis wie Google, Kraft Foods oder Cisco Systems verlegten in den letzten Jahren ihren europäischen Hauptsitz in den Grossraum Zürich. So schuf im April der US-Reinigungsriese Ecolab in Wallisellen 100 neue Stellen. Microsoft wiederum will in seinem Entwicklungszentrum in Zürich zusätzliche 155 Jobs schaffen. Davon profitieren werden aber nur zur Hälfte einheimische Arbeitskräfte. «Der Stellenmarkt für Fachkräfte ist in der Schweiz ausgetrocknet», begründet Microsoft-Sprecherin Barbara Josef.

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