Ausland: Rechtsrutsch fällt negativ auf
Aktualisiert

Ausland: Rechtsrutsch fällt negativ auf

«Die Schweiz hat ein weiteres Schrittchen auf dem Weg zum Haiderismus getan», schreibt die spanische Zeitung «El Mundo».

«Aber es ist sehr beunruhigend, dass der Trend nach rechts nun auch auf die französischsprachige Schweiz übergreift», ist darin weiter zu Lesen.

Wie «El Mundo» kommentieren die meisten Zeitungen im Ausland vor allem den Rechtsrutsch bei den Wahlen in der Schweiz und verweisen auf Österreich und Frankreich.

«Die Schweiz hat ein weiteres Schrittchen auf dem Weg zum Haiderismus getan», schreibt die spanische Zeitung «El Mundo» am Montag.

«Le Courrier Picard» aus Amiens in Nordfrankreich hält fest, dass nach dem «benachbarten Österreich auch die Schweiz der nationalistischen Versuchung erlegen ist». Dies habe nichts mit politischer Fiktion zu tun.

Die links ausgerichtete «Libération» aus Frankreich spricht vom Erfolg der «Ultrarechten» und fragt sich im Bezug auf das Wanken der Zauberformel, ob die Schweiz «ihren politischen Big Bang» erleben wird.

Für die belgische Tageszeitung «Le Soir» ist das «Zeitalter des Konsens beendet». Die Partei des Milliardärs Christoph Blocher habe eine Kampagne gemacht, die auf der Angst basiert habe und bei den Schweizern auf fruchtbaren Boden gefallen sei.

Einen Vergleich Blochers mit Frankreichs Jean-Marie le Pen und Österreichs Jörg Haider zieht auch die «Financial Times» aus London. Der «Zürcher Multimillionär» habe wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Unsicherheit im Volk genutzt, schreibt die Zeitung weiter.

Wie andere Zeitungen verweist auch die «Financial Times» auf die «rassistische» Wahlpropaganda, die auch vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) letzte Woche gerügt worden war.

(sda)

Deine Meinung