Ausland steht auf Schweizer Produkte
Aktualisiert

Ausland steht auf Schweizer Produkte

Die Schweizer Export-Industrie boomt: Chemie- und Nahrungsmittelfirmen haben in den ersten neun Monaten von 2004 so viel verdient, wie seit Jahren nicht mehr.

Der Schweizer Aussenhandel verbucht bis September 2004 dank anhaltend günstiger Auslandkonjunktur und anziehender Binnennachfrage das beste Ergebnis seit vier Jahren.

Der Handelsbilanzüberschuss schwoll um 62,2 Prozent auf rekordhohe 7,1 Mrd. Franken an.

Die Exporte legten nominal um 9,7 Prozent auf 105,2 Mrd. Fr. zu, die Ausfuhren um 5,3 Prozent zu.

Erfreulicherweise gehörten die beiden Hauptexportbranchen, die Chemische Industrie sowie die Maschinen- und Elektronikindustrie, zur Fünfergruppe mit den höchsten Zuwachsraten, wie es im Communiqué heisst. An der Spitze standen zudem die Uhren- und Metallindustrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie.

Investitionsgüter gefragt

Etwas weniger stark als die Exporte entwickelten sich die Importe. Sie nahmen nominal um 7,2 Prozent und real um 6,3 Prozent auf rund 98,1 Mrd. Fr. zu.

Zweistellig steigerte die Schweizer Wirtschaft die Einfuhren von Investitionsgütern. Am stärksten nahmen die Importe von Luft- und Schienenfahrzeugen, nichtelektrischen Krafterzeugungsmaschinen, Übermittlungsapparaten, Heiz- und Klimaanlagen sowie Handwerkzeugmaschinen zu.

Mit einer Zunahme von 17 Prozent fielen die Einfuhren aus den Transformationsländern - vor allem China - doppelt so stark aus wie jene aus den Schwellenländern, welche das zweithöchste Wachstum erzielten. Die Einfuhren aus den Industrieländern wuchsen im Rahmen der Gesamtimporte, wobei die EU und die Überseestaaten nahe beieinander lagen.

Hohe Ölpreise wirken sich aus

Im September war die Entwicklung anders als im vorherigen Jahresverlauf. Wegen dem starken Anstieg der Ölpreise (&20,8 Prozent) nahmen die Einfuhrpreise stärker zu als die Ausfuhrpreise. Das Wachstum der Importe von ent auf 12,5 Mrd. Fr. zulegten.

Zweistellig zugenommen haben im vergangenen Monat die Einfuhren von Energieträgern, Rohstoffen und Halbfabrikaten. Bei den Exporten legten die Konsumgüter nominal und real um einen Zehntel zu. Die Handelsbilanz schloss im September mit einem rund einen Viertel tieferen Exportüberschuss von 928 Mio. Franken. (sda)

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