Aktualisiert 16.02.2004 20:33

Ausschreitungen nach Tod von Aborigine

Der Unfalltod eines 17 Jahre alten Ureinwohners hat in einem Vorort der australischen Millionenstadt Sydney schwere Ausschreitungen ausgelöst.

Mehrere Dutzend aufgebrachte Bewohner steckten in der Nacht zum Montag Autos und Bahnhöfe in Brand, warfen Fensterscheiben ein und lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei, wie australische Medien meldeten. Dabei seien 50 Beamte verletzt worden.

Vier Menschen seien in dem verarmten Vorort Redfern festgenommen worden, wo viele Aborigines leben, hiess es. Zu den Unruhen war es gekommen, nachdem der junge Ureinwohner in Redfern von seinem Velo gefallen und von einem Pfahl aufgespiesst worden war.

Der Polizei wurde daraufhin vorgeworfen, den 17-Jährigen verfolgt zu haben und deshalb für seien Tod verantwortlich zu sein. Die Behörden wiesen das zurück. Die Lage in Redfern hatte sich bis zum Montagmorgen wieder beruhigt.

(sda)

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