Koranverbrennung provoziert Gewalt: Neun Polizisten am Rande von islamfeindlicher Versammlung verletzt

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Koranverbrennung provoziert GewaltNeun Polizisten am Rande von islamfeindlicher Versammlung verletzt

Bei einer bewilligten Kundgebung der rechtsextremistischen Gruppierung «Stram Kurs» kam es zu Angriffen auf die Polizei. Gegendemonstranten entführten einen Polizeiwagen und setzten Fahrzeuge in Brand.

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Bei der Versammlung der rechtsextremistischen Gruppe wurden mehrere Polizeifahrzeuge in Brand gesteckt. 

Bei der Versammlung der rechtsextremistischen Gruppe wurden mehrere Polizeifahrzeuge in Brand gesteckt. 

AFP
Mindestens neun Polizisten wurden mittelschwer verletzt. 

Mindestens neun Polizisten wurden mittelschwer verletzt. 

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Bereits am Vortag kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen der Rechtsextremisten. 

Bereits am Vortag kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen der Rechtsextremisten. 

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Am Rande einer Versammlung einer ultrarechten Gruppierung in der schwedischen Stadt Örebro ist es zu schweren Konfrontationen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei gekommen. Mindestens neun Mitglieder der Sicherheitskräfte wurden dabei am Freitag verletzt, wie die Polizei mitteilte. Bei den Ausschreitungen gerieten auch Polizeifahrzeuge in Brand.

Beamte seien von Steinen getroffen worden, manche hätten auch gebrochene Arme, sagte eine Polizeisprecherin der Zeitung «Aftonbladet». Angaben zu möglicherweise verletzten Protestierenden machte sie nicht.

Bereits am Vortag war es am Rande einer Versammlung der islam- und einwanderungsfeindlichen Gruppierung Stram Kurs (Strammer Kurs) im schwedischen Linköping zu Ausschreitungen gekommen. Drei Polizisten mussten dort wegen ihrer Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Stram Kurs wird von dem Politiker und Rechtsanwalt Rasmus Paludan angeführt, der derzeit durch verschiedene schwedische Städte zieht und dort Versammlungen abhält. Bei diesen Versammlungen soll immer jeweils ein Koran verbrannt werden. Stram Kurs sorgt in Skandinavien immer wieder mit provokanten und islamfeindlichen Aktionen für Aufruhr und Empörung.

(AFP/sys)

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