Sursee: Aussenflächen in Sursee dürfen jetzt doch weiter genutzt werden
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SurseeAussenflächen in Sursee dürfen jetzt doch weiter genutzt werden

Die Stadt Sursee entschied, die Nutzung der Aussenfläche vor Gastrobetrieben trotz Corona nicht zu verlängern. Dies führte zu Kopfschütteln bei den Betreibern. Nun lenkt der Stadtrat ein und verlängert die Nutzung bis Ende Februar.

von
Nadine Wechsler
Daniela Gigor
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Die Stadt Sursee hat beschlossen, die Benützung der Aussenflächen für Gastronomiebetriebe bis Ende Februar zu verlängern.

Die Stadt Sursee hat beschlossen, die Benützung der Aussenflächen für Gastronomiebetriebe bis Ende Februar zu verlängern.

stadtcafe.ch
Währen der Sommermonaten stand dem Café in der Altstadt in Sursee Aussenflächen direkt an der Fassade sowie etwas entfernt unter einer Gruppe Bäumen zur Verfügung. Die neuen Bestimmungen erlauben der Wirtin, Gäste entlang der Fassade zu bewirten.

Währen der Sommermonaten stand dem Café in der Altstadt in Sursee Aussenflächen direkt an der Fassade sowie etwas entfernt unter einer Gruppe Bäumen zur Verfügung. Die neuen Bestimmungen erlauben der Wirtin, Gäste entlang der Fassade zu bewirten.

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«Für mich war das eine riesen Erleichterung», so Uschi Koller, Wirtin des Stadtcafés in Sursee.

«Für mich war das eine riesen Erleichterung», so Uschi Koller, Wirtin des Stadtcafés in Sursee.

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Darum gehts

  • Nach langem Hin und Her gewährt die Stadt Sursee Gastrobetrieben die Benutzung der Boulevardflächen bis Ende Februar.

  • Wirtin Uschi Koller ist erleichtert über den Entscheid.

  • Rückmeldungen der Gastronomen und der Bevölkerung hätten gezeigt, dass ein Bedarf bestehe.

Uschi Koller ist Wirtin des Stadtcafés in Sursee und sie kämpft für eine längere Nutzung der Aussenflächen. Wie die Surseer Woche (Artikel kostenpflichtig) schreibt, hatte sich der Stadtrat Sursee ursprünglich dafür entschieden, die Nutzung der Boulevardflächen trotz Corona per Oktober zu beenden. Nach langem Hin und Her konnte Uschi Koller diese Frist um zwei Wochen bis Mitte November verlängern. Doch dann war Schluss. Dies zur grossen Enttäuschung der Wirtin. Diese habe mit den Mitgliedern des Stadtrats verhandelt und versucht einen Kompromiss zu finden.

Ende November dann wurde der Gastronomin per Brief mitgeteilt, dass die Nutzung der Aussenflächen zumindest zum Teil verlängert wird bis Ende Februar. «Für mich war das eine grosse Erleichterung», so Koller. Der Entscheid sieht vor, dass Gastronomen auf einer ausgewählten Fläche entlang der Fassade Tische und Stühle für ihre Kundschaft bereitstellen dürfen.

«Wir haben seit den Verschärfungen starke Einbussen in Kauf genommen, ich bin dankbar, dass die Stadt uns dafür ein wenig entgegenkommt», so Koller. Für sie sei es verständlich, dass gewisse Gäste einen Platz an der frischen Luft bevorzugen, da sie sich sicherer fühlen als in geschlossenen Räumen.

Stadtrat hat den Entscheid nochmal überdacht

Auf Anfrage sagt Marcel Büeler, Bereichsleiter Öffentliche Sicherheit in Sursee, dass der Stadtrat das Bedürfnis der Gastronomen unterschätzt und daher den Entscheid nochmal überdacht habe. Rückmeldungen aus der Bevölkerung und einzelnen Gastonomen hätten gezeigt, dass eine Weiterführung der Boulevard-Saison in der aktuellen Situation sehr entlastend wären.

Eine Umsetzung der neuen Bestimmungen sei bereits im Städtli Sursee zu erkennen. Wie es Ende Februar weitergeht, könne zurzeit noch nicht gesagt werden, so Büeler: «Die Situation wird im Frühling neu beurteilt.»

«Verlängerung ist wünschenswert»

Das Vorgehen in anderen Städten wie beispielsweise in Luzern oder Sempach hätte gezeigt, dass eine Verlängerung wünschenswert sei, so Moritz Rogger, Präsident Gastro Region Sursee. Die Stadt Luzern gewährt den Gastrobetrieben sogar eine unbürokratische Überdachung der Aussenflächen während der kalten Jahreszeit.

Für Rogger sei eine Verlängerung in erster Linie eine Hilfe für die Gastrobetriebe: «Man muss die Wirte während der schwierigen Situation unterstützen.» Trotz der umgesetzten Schutzmassnahmen im Inneren der Betriebe beobachte er immer wieder, dass viele Gäste einen Platz im Freien bevorzugen.

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