Aktualisiert 03.02.2005 10:38

Aussenhandel: Bestes Ergebnis seit vier Jahren

Der Schweizer Aussenhandel hat im Jahr 2004 einen Rekordüberschuss von 9,3 Mrd. Fr. verzeichnet.

Massgeblich dazu beigetragen haben die hohen Exporte nach China und Russland. Ein- und Ausfuhren erzielten das höchste Wachstum seit vier Jahren.

Das höchste je registrierte Aktivsaldo zwischen Exporten und Importen lag ganze 35 Prozent über dem Vorjahr. Die grösste Handelsdynamik habe ausserhalb der Industrieländer stattgefunden, teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag weiter mit. Profitiert haben alle Branchen.

Der Exportüberschuss lag bei den Schwellenländern bei 9,9 Mrd. Franken. Die Investitionsgüter erreichten mit 10,6 Mrd. Fr. den höchsten Überschuss. Die Energieträger lagen mit einem Defizit von 6,1 Mrd. Fr. am unteren Ende der Rangliste.

Die Exporte legten nominal um 8,5 Prozent auf 141,73 Mrd. Fr. zu. Die Importe erreichten nach drei Jahren «Treten an Ort» ein Wachstum von nominal 7 Prozent auf 132,42 Mrd. Franken. Zu konstanten Preisen wuchsen die Exporte um 6,4 Prozent und die Importe um 4,6 Prozent.

Höhere Preise

Die Preise der ein- und ausgeführten Güter stiegen erstmals wieder nach zwei Jahren des Rückgangs. Die Exportgüter verteuerten sich um 2,0 Prozent und die Importgüter um 2,3 Prozent. Am deutlichsten fiel der Preisanstieg erwartungsgemäss bei den importierten Energieträgern aus.

Am stärksten wuchsen die Ausfuhren in die Transformationsländer, insbesondere nach China, Südosteuropa und Russland. Annähernd hohe Raten von etwa 22 Prozent wurden auch mit den Exporten in die Schwellen- und Entwicklungsländer erzielt.

Aber auch in die Industrieländer, welche für die Schweiz immer noch wichtigstes Absatzgebiet sind, konnte mehr ausgeführt werden. In die Europäische Union wurde 7,3 Prozent mehr geliefert und in die Überseestaaten 6,4 Prozent mehr.

Eindrücklich hohe Wachstumsraten hätten die Metallindustrie, die Uhrenindustrie und Nahrungs- und Genussmittel erzielt, hiess es weiter. Eine grössere Spannweite war in der Exportbranche Nummer zwei, der Maschinen- und Elektronikindustrie, auszumachen. Über 20 Prozent konnten Telekommunikation sowie Wärme- und Kältetechnik zulegen, während Handwerkzeug- und Textilmaschinen stagnierten.

China zum wichtigsten Beschaffungsmarkt geworden

Auch bezüglich der Importe zeigt sich die Bedeutung der Nicht-Industrieländer. China sei im Jahr 2004 zum wichtigten Beschaffungsmarkt für die Schweiz geworden, schreibt die Zollverwaltung.

Bei den Gütergruppen haben vor allem Rohstoffe und Halbfabrikate zugelegt. Allein die Einfuhren von Metallen erhöhten sich um einen Viertel. «Sichtbar unterdurchschnittlich» hätten sich dagegen die Einfuhren von Konsumgütern entwickelt.

Die Importe von Nahrungs- und Genussmitteln stagnierten, während jene von Personenwagen nominal nur um bescheidene 1,7 Prozent stiegen.

(sda)

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