Einbruch: Aussenhandel erneut deutlich im Minus
Aktualisiert

EinbruchAussenhandel erneut deutlich im Minus

Der Schweizer Aussenhandel hat auch im vergangenen Juli einen deutlichen Einbruch verzeichnet. Sechs von zehn Exportbranchen erlitten Absatzeinbussen zwischen 22 und 35 Prozent.

Der rasante Abwärtstrend im Schweizer Aussenhandel hält an. Im Juli brachen die Exporte um 16 Prozent auf 16,274 Mrd. Fr. ein, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte. Sämtliche Branchen waren vom Rückgang betroffen.

Den stärksten Einbruch registrierte die Metallindustrie mit einem Minus von 35 Prozent. Um ein Viertel sanken auch die Ausfuhren der Maschinen- und Elektronikindustrie, der Textil-, der Uhren- und der Kunststoffindustrie.

Etwas weniger schlecht erging es der Nahrungsmittelbranche, die einen Rückgang von 5,8 Prozent verzeichnete. Bei der chemischen Industrie betrug das Minus 4,5 Prozent.

Europalieferungen am stärksten betroffen

Die Schweiz exportierte im Juli nach allen Kontinenten weniger Güter als im Vorjahresmonat. Am deutlichsten sanken die Lieferungen nach Europa, die fast um ein Fünftel absackten.

Auch die Importe in die Schweiz waren im Juli rückläufig. Sie brachen um 18,3 Prozent auf 13,927 Mrd. Fr. ab. Die Importgüter verbilligten sich insgesamt um 5 Prozent. Grund dafür waren vor allem die stark gesunkenen Energiepreise.

Mit Ausnahme Amerikas nahmen die Importe aus allen Kontinenten ab. Massiv war der Rückgang der Einfuhren aus Afrika, insbesondere aus Libyen. Die Erdölimporte aus Libyen brachen um über 70 Prozent ein. Die Bezüge aus der EU sanken um 18,5 Prozent.

Im Zeitraum von Januar bis Juli verringerten sich die Exporte nominal um 15,6 Prozent auf 105,2 Mrd. Franken, die Importe um 16,4 Prozent auf 93,9 Mrd. Franken.

(dapd)

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